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Fahndungserfolg
Massenweise Drogen und Waffen bei Gransee sichergestellt

GZ / 19.06.2019, 11:26 Uhr - Aktualisiert 19.06.2019, 16:19
Großwoltersdorf (MOZ) Etliche Drogen und Waffen sind bei einem Großeinsatz in Großwoltersdorf bei Gransee sichergestellt worden. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wurden zudem fünf Männer und eine Frau von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei festgenommen worden.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden erfolgte der Zugriff bereits am Freitag, nachdem ein Lastwagen rund 250 Kilogramm Marihuana zu einer Lagerhalle in Großwoltersdorf geliefert hatte. Die Drogen waren unter einer Tarnladung von 20 Tonnen Salat versteckt worden.

Bei anschließenden Durchsuchungen von Wohn- und Lagerräumen wurden zudem weitere Betäubungsmittel, darunter 15 Kilogramm Ecstasy, 20 Kilogramm Amphetamine, zwei Kilogramm Haschisch, 100 Gramm Kokain, 64 Gramm Crystal Meth sowie Streckmittel, Verpackungsmaterialien und Waagen sichergestellt. Auch Schusswaffen, eine professionelle Armbrust sowie Messer und Macheten lagen griffbereit in den durchsuchten Objekten.

Die sechs festgenommenen Tatverdächtigen im Alter zwischen 32 und 47 Jahren, für die das Amtsgericht Cottbus Untersuchungshaft angeordnet hat, stammen aus Deutschland und Litauen.

Die Drogenlieferung hatten Einsatzkräfte der gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgiftkriminalität (GER) aus Landeskriminalamt und Zollfahndungsamt aus Spanien abgefangen. Die Ermittler der GER waren den Drogenkurieren im Auftrag der Staatsanwaltschaft Cottbus bereits seit einem halben Jahr auf der Spur und hatten die Lieferung nach intensiven Ermittlungen bereits erwartet. Rund 100 Polizeikräfte von Landeskriminalamt, Bereitschaftspolizei und Spezialeinheiten standen bereit, um bei Ankunft des Lastwagens zuzugreifen. Mit dem Einsatz konnten sie der international agierenden Tätergruppe einen schweren Schlag versetzen.

Der Straßenverkaufswert der aufgefundenen Betäubungsmittel wird auf rund 3,4 Millionen Euro geschätzt. Die Ermittlungen gegen die Gruppe dauern weiter an.

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des Landes Brandenburg wurde 1997 gegründet und bekämpft die Schwere- und Organisierte Rauschgiftkriminalität und setzt sich aus Beamten des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg und des Landeskriminalamtes Brandenburg zusammen.

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Paul Müller 20.06.2019 - 06:25:56

Vermutlich mit dem Vorfall verwechselt ...

... https://www.moz.de/kultur/artikelansicht/dg/0/1/1735451/ was am angesprochen Problem aber nichts ändert ...

Anton Hoflreicher 20.06.2019 - 05:07:03

@N. Wesenberg: aus Spanien, nicht Litauen

Die Lieferung /LKW kam allerdings aus Spanien und wurde abgefangen bzw. von Ermittlern für den Zugriff abgewartet.

Norbert Wesenberg 19.06.2019 - 18:11:00

Vorzeigefall

Allein dieser Fall belegt, das die Kontrollen in den EU Randstaaten nicht funktionieren, bzw. Grenzschutz- und Zollorgane in diese Machenschaften mit involviert sind. Wie kann es sonst sein, das der Lkw in Litauen plombiert wird und niemand etwas bemerkt? Jetzt rächt sich die mit der heißen Nadel gestrickte EU-Mitgliedschaft . .

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