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Dörfer feiern
In den Spaß mischt sich etwas Wehmut

Wolfgang Gumprich / 24.06.2019, 09:26 Uhr - Aktualisiert 24.06.2019, 12:28
Sonnenberg/Zootzen (freier Autor) Mit einem Hauch Wehmut feierten die Zootzener am Sonnabend ihr 20. Dorffest unweit des idyllisch gelegenen Campingplatzes am Havelufer.

Denn wenn sich kein Nachfolger für die Organisatorin Doris Leck findet, werde es am Sonnabend wohl das letzte Dorffest gewesen sein, bedauerte Ortsvorsteher Andreas Wörpel.

Bei dem Fest begrüßte er die Schaulustigen im Gewand eines Dorfschulzen – um an das erste Dorffest 1999 zu erinnern, mit dem Zootzen damals seinen 250. Geburtstag feierte. So wie einige andere Bewohner historische Kostüme anlegten, die Wörpel dem Publikum vorstellte.

Zum Gaudi der Großen, aber zum Schrecken manch’ junger Besucher entwickelte sich der Besuch des Meeresgotts Neptun. Er rührte einen Tauftrunk aus – alles angeblich – Havelwasser, Schneckenschleim, Froschgedärm, Walfischblut, Tinte vom Tintenfisch, Blutegeln, Muschelhirn sowie Wasserflöhen an, den dann einige ausgewählte Jungen und Mädchen trinken mussten. Natürlich bestanden die Zutaten nur aus Lebensmittelfarbe, aber Neptun zelebrierte alles so echt, dass manche Kinder regelrecht in Panik gerieten, als ihnen der Trank eingeflößt wurde. Neptuns Hilfsgötter beförderten die Kinder dann in die Havel. Zum Trost überreichte ihnen Neptun anschließend eine Urkunde.

Jubel nach der Aufführung

Wenn ein Dorffest sich das Motto "Reise durchs Märchenland" gibt, kann es ja eigentlich nur märchenhaft werden – so wie im sonnigen Sonnenberg am Sonnabend.

Alle Einheimischen versammelten sich auf dem neuen Festplatz in Blickweite der Kirche, um den vor einigen Wochen eröffneten, nagelneuen Spielplatz in Besitz zu nehmen.

Kathrin Lorenz, Leiterin der Line Dancer und so etwas wie der gute Geist der Theatergruppe, begrüßte die Besucher, die selbstverständlich auch aus den Nachbardörfern zum Feiern angereist waren.

Nach der Aufführung brauste großer Jubel auf, das Publikum hatte sich köstlich amüsiert. Neben der Bühne gab es eine große Rutsch-Hüpfburg für die Kinder, viele der jüngsten Gäste ließen sich schminken. Lange Schlangen bildeten sich am Nachmittag am Popcorn- und Kuchenstand. Beliebt bei Groß und Klein war auch die Tombola. wg

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