Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Einsatzkräfte üben unter Atemschutz im vernebelten Haus am Teich die Rettung von Kindergartenkindern.

Übung
Feuerwehr trainiert Einsatz in der Kita

Mit Dummy auf der Trage: Im dichten Rauch müssen KInder und andere Personen gerettet werden.
Mit Dummy auf der Trage: Im dichten Rauch müssen KInder und andere Personen gerettet werden. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 25.06.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 25.06.2019, 17:28
Lichtenberg (freier Autor) Neugierige Kinderaugen gucken durch den Zaun auf ihre Kita am Teich in Lichtenberg. Am Sonnabendvormittag gehen die Knirpse sowieso nicht in die Kita. Zum Schauen sind einige mit ihren Eltern aber trotzdem vorbeigekommen. Eine angekündigte Feuerwehrübung sorgt für den Auflauf. Kitaleiterin Franka Grösch hat die Kinder eingeladen. Auch um eventuelle Ängste bei den Kleinen abzubauen.

"Gerade, wenn die Feuerwehrleute mit Atemschutzmaske und ihren Anzügen auftauchen, sehen die für Kinder schon gewaltig aus", findet auch der Lichtenberger Wehrleiter Marco Scholz. Außerdem durften sich einige Kinder sogar in der Kita verstecken, um von den Feuerwehrleuten gerettet zu werden. Vorher wurden die Räume freilich komplett vernebelt. "Gerade im Dach ist die Kita sehr verwinkelt, wenn sich da ein Kind im Ernstfall versteckt, ist das schwer zu finden", so Franka Grösch. Mit Nebel, der den Rauch bei einem Feuer simuliert, erst recht.

Bei einer Übung retetten Feuerwehrleute aus Lichtenberg und Booßen KInder aus einer Kita in Lichtenberg.
Bilderstrecke

Feuerwehreinsatz in Lichtenberg

Bilderstrecke öffnen

"Mit dabei sind auch einige Kameraden aus Booßen, die uns unterstützen", erklärt Marco Scholz. Kurz nach 10 Uhr geht der Alarm los. Routiniert arbeiten die freiwilligen Feuerwehrleute ihre Aufgaben ab. Julia Schwedler und Christine Liebner legen ihre Atemschutzgeräte an und gehen als Erste ins Haus. Mit einem Seil sichern sie sich. Langsam, Meter für Meter tasten sie sich kurz über dem Fußboden vor. In einem Spielhaus haben sich die vier Kinder versteckt, welche die beiden Feuerwehrfrauen freudig begrüßen. So richtig Angst scheinen sie nicht zu haben, dafür ist das ganze natürlich unheimlich aufregend. Vorsichtig führen die Rettungskräfte die Kinder nach draußen.

Danach geht es für die beiden jungen Frauen noch zweimal in das Objekt, um weitere Personen zu suchen. Zufrieden, aber ziemlich verschwitzt und ein wenig außer Atem legen sie danach ihre Atemschutzausrüstung ab. "Das Schwierigste ist eigentlich, dass man nichts sieht", sagt Julia Schwedler. "Dass es sehr warm ist und man schwitzt, vergisst man irgendwann", so Jona Baier, ebenfalls von der Feuerwehr Lichtenberg, die auch ihre Atemschutzübung in der Kita absolviert hat.

"Es ist für uns nicht nur ein sehr realistisches Szenario", so Feuerwehrmann David Beck, "sondern auch die nötige Übung, die man einmal im Jahr mit Atemschutz benötigt". Nach und nach werden alle 18 Einsatzkräfte an diesem Morgen die Atemschutzgeräte anlegen und die Kita nach Personen durchsuchen. Dafür hat die Feuerwehr auch noch Puppen dabei, denn die Kinder müssen nur einmal gerettet werden. "Insgesamt war das eine gute erfolgreiche Übung", so Marco Scholz. Auch Kitaleiterin Franka Grösch ist zufrieden. Dass es mal ernst wird in der Kita, hofft natürlich keiner. Falls doch: die Feuerwehr ist gut vorbereitet.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG