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RA-Ferienaktion
Die mit den Wölfen heulen

Markus Kluge / 02.07.2019, 18:48 Uhr
Schweinrich (MOZ) Spannung pur – die Sommercamp-Kinder besuchten am Dienstag den Tierpark in Kunsterspring. Sie erlebten dort, wie Wölfe gefüttert werden.

Wenn es in Vichel in der Dämmerung demnächst heult, muss das nicht unbedingt ein Wolf sein. Es könnte auch  Matthias sein. Der Schüler gehört zu den Kindern, die gerade über die RA-Aktion "Ferien Freuden" eine Woche Sommerferien im Schullandheim Schweinrich verbringen. Und Matthias und seine Freunde haben am Dienstag im Tierpark Kunsterspring mit den Wölfen kommuniziert.  Zootierpfleger Falk Knudsen hat es vorgemacht und die dortigen Wölfe antworteten ihm mit einem Heulen. Als auch die Kinder gemeinsam laut aufjaulten, heulten die Wölfe zurück. "Das ist cool. Das muss ich zuhause auf dem Acker einmal ausprobieren", freute sich Matthias.

Alles über Wölfe

Der Ausflug in den Tierpark war einer der Höhepunkte am zweiten Tag des Sommercamps. Die Knirpse erfreuten sich beim Rundgang nicht nur am Wollschwein-Nachwuchs und an kleinen schlafenden Füchsen. Sie lernten bei der Führung "Der Wolf und seine Beutetiere" von Falk Knudsen auch viel über den Räuber, der in Deutschland mehr als 150 Jahre als ausgerottet galt und dessen Population sich erst nach der Unterschutzstellung in den vergangenen Jahren wieder erholt hat. Schließlich gibt es Wölfe nicht nur im Tierpark Kunsterspring. Ein Rudel ist in der Kyritz-Ruppiner Heide heimisch, ein anderes nahe Zippelsförde.

Dass der Wolf aber kein einfaches Leben im Wald hat, erarbeitete Knudsen mit den Kindern im Frage-Antwort-Spiel. Immerhin wissen sich Rehbock, Dam- und Rothirsch mit ihren Geweihen und Keiler mit ihren Hauern auch gegen den Angreifer zur Wehr zu setzen. Aber: "Der Wolf frisst eigentlich alle Tiere", sagte Knudsen. "Auch Hunde? Der Wolf ist doch selbst ein Hund", stellte ein Kind überrascht fest. Bei größeren Hunden sei das schwieriger räumte Knudsen ein. Vor Dackeln oder Pudeln würde der große Artgenosse aber auch nicht Halt machen. Bei der anschließenden Fütterung wurden die Augen der Kinder immer größer, als sie sahen, in welcher Windeseile die Wölfe die Fleischstücke verspeisten, die Knudsen den Tieren zum Frühstück durch eine Öffnung im Zaun zuwarf. Sogar geräucherte Forellen ließen sich die Wölfe diesmal schmecken.

Im Anschluss an die Wolfstour ging es für die Sieben- bis Elfjährigen per Bus ans Wasser nach Rheinsberg. Dort stand eine Dampferfahrt auf dem Programm, bevor alle am späten Nachmittag wieder nach Schweinrich aufbrachen, um dort geschafft gemeinsam den Abend zu verbringen. Am heutigen Mittwoch sollten die Knirpse wieder fit sein. Denn im "Grünen Klassenzimmer" auf der Landesgartenschau in Wittstock werden sie unter anderem gemeinsam Nistkästen bauen.

Spenden für die Aktion sind auf das Konto des Arbeiter-Samariter-Bunds Ostprignitz-Ruppin, bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, IBAN: DE77 1605 0202 1720 0007 40 unter dem Stichwort: "Ferien Freuden" möglich.

Drei Fragen an Jannik

Jannik, acht Jahre alt, aus Neuruppin

Jannik, was hast du am ersten Tag der Ferienaktion nach der Ankunft in Schweinrich alles erlebt? Wir waren dort im See baden. Danach haben wir zusammen gespielt. Das hat echt viel Spaß gemacht.

Ihr habt euch alle erst am Montag kennengelernt. Hast du schon neue Freunde gefunden? Ja, Marvin. Er kommt auch aus Neuruppin wie ich. Wir schlafen auch in einem Zimmer.

Wie gefällt es dir im Tierpark Kunsterspring? Das ist cool hier. Ich bin zum ersten Mal im Tierpark. Mein Lieblingstier hier ist das große Wisent – glaube ich. ⇥kus

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