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Fußball
Für und Wider führt meist zum Konsens

Vor seiner Tagung in Jahnsfelde zeigt sich der Spielausschuss des Fußballkreises Ostbrandenburg mit dem Vorsitzenden Dirk Jahn, Reinhard Klopsteg, Hannes Hähnel, Michael Lampelt, Markus Bedurke, Bernd Miserius, Klaus Burisch und Heinz Völker (von links) optimistisch, die Mammut-Aufgabe zügig bewältigen zu können.
Vor seiner Tagung in Jahnsfelde zeigt sich der Spielausschuss des Fußballkreises Ostbrandenburg mit dem Vorsitzenden Dirk Jahn, Reinhard Klopsteg, Hannes Hähnel, Michael Lampelt, Markus Bedurke, Bernd Miserius, Klaus Burisch und Heinz Völker (von links) optimistisch, die Mammut-Aufgabe zügig bewältigen zu können. © Foto: Roland Hanke
Roland Hanke / 03.07.2019, 17:42 Uhr
Jahnsfelde (MOZ) Der Teufel steckt meist im Detail. Da wundert es nicht, dass der Spielausschuss des Fußballkreises Ostbrandenburg zur Einteilung der Staffeln für die neue Saison am Montagabend im Landgasthaus Jahnsfelde in Mär-kisch-Oderland knapp drei Stunden seiner insgesamt rund dreieinhalbstündigen Sitzung benötigte. Teilweise ging es hoch her mit Argumenten und Gegenargumenten, ehe Entscheidungen zum Teil in engen Abstimmungen gefunden wurden.

Die acht Ausschuss-Mitglieder unter Leitung des Gielsdorfers Dirk Jahn machten es sich dabei wahrlich nicht leicht, auch wenn am Ende manch Überraschendes herauskam. Die wenigsten Probleme bereitete dabei die Ostbrandenburgliga, also die höchste Spielklasse des Fußballkreises, die auch 2019/20 wieder 16 Mannschaften zählt. Neu dabei sind Landesklasse-Absteiger Storkower SC und die drei Aufsteiger aus den Kreisliga Blau-Weiß Wriezen II (Nord), Hennickendorfer SV (Mitte) und FC Lokomotive Frankfurt (Süd). Letzterer zog als Staffel-Zweiter ein, da Meister SpG Rießen/Möbiskruge auf den Aufstieg verzichtete.

Die drei Kreisligen werden in den neuen Spielzeit jeweils 14 Mannschaften haben. Dabei sind  die Aufsteiger Rot-Weiß Petersdorf aus der Kreisklasse Süd und der MSV Rüdersdorf (Mitte) der Staffel Mitte zugeordnet worden, der SV Prötzel dem Norden. Dorthin wandert auch der SV Gorgast/Manschnow, der in der vergangenen Saison in der Kreisliga Süd spielte.

Die drei Kreisklassen sind künftig von der Anzahl der Mannschaften ebenfalls fast ausgeglichen, wobei es über die Versetzung von Blau-Gelb Bleyen von Süd nach Nord Diskussionen gab. Süd-Staffelleiter Reinhard Klopsteg hatte sein Veto eingelegt, weil die Bleyener bleiben wollten. Doch die erste Abstimmung des Abends ergab ein 6:2 für den Wechsel nach Norden, wo jetzt mit elf Teams trotzdem noch eines weniger spielt als in den anderen beiden Staffeln. Neu sind die zweiten Mannschaften von Grün-Weiß Rehfelde (Nord), des Hennickendorfer SV und der SG Bruchmühle sowie der SSV Fürstenwalde (alle Mitte), wobei es sich um eine Reaktivierung der Gaselan-Fußballer handeln soll.

Nur noch drei Altherren-Staffeln

Während es bei den Alt-Senioren Ü 40 bei der 14 Teams umfassenden Kreisliga bleibt, die mit Ralf vom Orde aus Petershagen-Eggersdorf einen neuen Staffelleiter bekommt, hieß bei den Altherren Ü 35 die Devise: aus vier mach drei Staffeln mit jeweils 13 Mannschaften, territorial an den früheren Altkreisen orientiert. Dies kam auf Wunsch der Mannschaften zum Tragen, die mehr Spiele in der Saison haben wollten. Allerdings gab es auch hier konträre Meinungen im Spielausschuss über den Ausgleich der Staffeln. Am Ende wurde abgestimmt, dass aus wirtschaftlichen Gründen der Storkower SC vom Norden – eine Tour nach Altglietzen zum Beispiel wären 95 Kilometer – in den Westen geht und dafür die SpG Klosterdorf/Prötzel/Reichenberg in den Norden.

Viele Diskussionen

Bei den Alt-Senioren Ü 50 gab es das meiste Hin und Her. Bisher existierten die Staffeln Nord (7 Mannschaften), Mitte (6) und Süd (9). Dabei spielte auch der traditionell gewachsene Mittwoch-Spieltag im Süden, also der Region um Frankfurt und Eisenhüttenstadt, eine Rolle, wenn es einen angestrebten zahlenmäßigen Ausgleich der Staffeln geben sollte. "So wie es jetzt ist, hat das in der vergangenen Saison gut funktioniert. Die Mannschaften beklagten sich bei mir auch nicht über zu wenige Spiele, sondern wollen so weiter in den Zusammensetzung bleiben", erklärte Michael Lampelt, Staffelleiter für alle Ü-50er.

Zunächst stand ein Staffelausgleich auf 7–7–8 mit Umsetzen von Mannschaften zur Diskussion, was allerdings in einer ersten Abstimmung verworfen wurde. Dann kam die nächste Variante ins Spiel – zwei Staffeln mit je elf Mannschaften –, die ihrerseits eine knappe Mehrheit fand.

Ü 50 bleibt vorerst wie gehabt

Nun wurden wieder Argumente dafür und dagegen ausgetauscht. "Das funktioniert nicht", befürchtete Lampelt mit Blick auf die Teams. "Wir als Spielausschuss legen die Staffeleinteilung fest", entgegnete Heinz Völker, Staffelleiter Ü 35 West und Nord. Wer Fußball spielen wolle, würde sich dann auch danach richten. Und Klaus Burisch (Kreisliga und -klasse Mitte) betonte: "Wir haben den Mannschaften einen ordentlichen Spielbetrieb zu garantieren." Am Ende wurde wieder alles auf Null gesetzt, die bisherige Einteilung beibehalten. Aber: "Wir werden auf der Staffeltagung  klipp und klar sagen, dass in der nächsten Saison zwei Staffeln angestrebt werden", erklärte Jahn.

Frauen allesamt in der Kreisliga

Bei den Frauen wird die Kreisklasse abgeschafft, dafür in den Kreisliga-Staffeln Nord und Süd mit jeweils neun Teams gespielt. Zuvor hatten sich nur sieben für die Liga und elf für die Klasse angemeldet. Nun sollen die Staffelsieger ein Endspiel um die Meisterschaft austragen, wobei der Spielort zwischen beiden ausgelost wird.

Pokal-Auslosung am 15. Juli

Die Auslosung für die 1. Pokalrunde im Kreis hat Staffelleiter Bernd Miserius für den 15. Juli, 18 Uhr, weiderum in Jahnsfelde angesetzt. "Interessenten können gern dabei sein."

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