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Das Gebäude des weltweit einzigen Ludwig-Leichhardt-Museums ist marode.

Museum
Ludwig-Leichhardt-Museum muss umziehen

Das Ludwig-Leichhardt-Museum in Trebatsch
Das Ludwig-Leichhardt-Museum in Trebatsch © Foto: Jörn Tornow/MOZ
Monika Rassek / 06.07.2019, 07:00 Uhr
Trebatsch (MOZ) Noch immer steht kein neuer Standort für das Ludwig-Leichhardt-Museum fest. "Das jetzige Haus ist in die Jahre gekommen und hält vielleicht noch fünf Jahre", stellt der ehemalige Ortsvorsteher Hans-Joachim Bochwitz betrübt fest. Die Gesellschaft Ludwig Leichardt Trebatsch e. V. hofft, dass der in Aussicht gestellte Umzug ins Pfarrhaus ermöglicht wird. Die offizielle Zusage steht aber noch aus.

Bislang ist dieses Museum weltweit das einzige, welches dem Leben und Wirken des Entdeckers und Forschers Leichhardt Raum gibt. Zahlreiche Ausstellungsstücke dokumentieren nicht nur das Leben des am 18.10.1813 in Sabrodt geborenen Friedrich Wilhelm Ludwig Leichhardt, sondern auch die Geschichte des Ortes. Im alten Klassenzimmer mit Tintenfass, Feder und Schiefertafel plaudert  Bochwitz am Donnerstagabend in intimer Runde  aus dem Leben des berühmtesten Deutschen in Australien. Die Gäste sitzen auf  historischen Schulbänken, lauschen interessiert.

In Deutschland ist Leichhardt kaum bekannt, in Australien berühmt. Er kartierte den Landweg von den Darling Downs (Jimbour Station) nahe Brisbane nach Port Essington. Damals eine wichtige Errungenschaft, denn die Schiffe versanken oft in der stürmischen See. Seine Verdienste für den Kontinent ehren die Australier unter anderem mit einer Statue in Sydney und dem Titel "Dr." in der Inschrift vor seinem Namen als Zeichen der Wertschätzung für das Geleistete.

Bei Wasser und Wein führt Bochwitz die Besucher durchs Haus und gibt Details zu den großen Strapazen, die der Entdecker auf sich genommen, zum Besten: "Allein die Überfahrt nach Australien dauerte 4,5 Monate, die Expedition nach Port Essington 20. Dazu kamen Durst, Hunger und ein nächtlicher Überfall."

Das Ziel seiner letzten Reise, die 1847 in Sydney begann und nach Swan River führen sollte, erreichte Leichardt nicht mehr. Das letzte Lebenszeichen gab es 1848. "Verschollen im Outback", endet Bochwitz.

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