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Sieben restaurierte Schilde des Geschlechts von Pfuel wurden am Sonntag in der Jahnsfelder Kirche enthüllt. Tags zuvor feierte die Feuerwehr.

Ortsjubiläum
Zur 775-Jahr-Feier historische Holzschilde restauriert

Cornelia Link-Adam / 08.07.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 09.07.2019, 11:04
Jahnsfelde (MOZ) Gleich drei Jubiläen feierte Jahnsfelde am Wochenende: 775 Jahre Dorfbestehen, 111 Jahre Freiwillige Feuerwehr und 20 Jahre Jugendfeuerwehr. Von lautstark über sportlich bis gesellig und festlich war alles dabei.

Los ging es Samstagvormittag. Lautstark zog ein Festumzug zum Wehrjubiläum mit 20 Fahrzeugen aller Wehren der Stadt Müncheberg und seinen Ortsteilen vom Gerätehaus zum Schlosspark. Dabei war auch das  THW Seelow. Winkend grüßten Erwachsene und Kinder aus den Autos die Zuschauer an den Straßen – und diese winkten gern zurück.

Der Müncheberger Ortsteil Jahnsfelde feierte am Sonnabend mit Umzug und Stadtpokal-Wettkampf im Park das 111. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr und 20 Jahre Jugendfeuerwehr und danach noch Dorffest. Am Sonntag stand beim Festgottesdienst in der Schlosskirche die 775-Jahrfeier des Dorfes im Mittelpunkt - mit tollen Enthüllungen. Danach gab's noch musikalischen Frühschoppen im Park.
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Zwei Feuerwehr-Jubiläen und 775 Jahrfeier Jahnsfelde

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Die Kreistags-Präsidentin und Landtagsabgeordnete Bettina Fortunato (Linke) fand den Umzug toll, auch Ulrich Engler (81) in schmucker Ausgeh-Uniform. "Ich bin schon 61 Jahre in der Feuerwehr", bekannte er. Kaum waren alle im hinteren Schlosspark angekommen, begrüßte Wehrführer Wolfgang Stenzel die Feuerwehr-Kameraden, die Gastwehren aus Worin (Seelow-Land) und der Partnerstadt Witnica (Polen) sowie 50 Zuschauer neben der Wettkampfbahn. Stenzel dankte allen Helfern für die Vorbereitung, auch Stadtwehrführer Carsten Greim, sowie Maria Buch  in Vertretung der Bürgermeisterin und Anke Katschmarek aus dem Ordnungsamt wünschten allen Aktiven gutes Gelingen.

Über Stunden flitzten dann immer zwei Feuerwehr-Teams parallel über den Platz – beim Löschangriff Nass. Ausgetragen wurde der 18. Stadtlauf um den Pokal der Bürgermeisterin erstmals als Wanderpokal. In der Altersklasse 8 bis 14 Jahren siegten die Jungen aus Hermersdorf vor Müncheberg und bei den Mädchen Müncheberg. Bei den 15- bis 18-Jährigen gewann "Trebfelde" (Trebnitz-Jahnsfelde) vor Witnica bei den Jungen, aber auch noch vor Eggersdorf bei den Mädchen.

Nach dem Mittagessen starteten elf Einsatzkräfte-Teams. Am Ende ging der Wanderpokal nach Polen: Witnica gewann vor Eggersdorf und Trebnitz, gefolgt von Hoppegarten, Team Stadt Müncheberg (Feuerwehrsport), Worin, Müncheberg, Jahnsfelde, Hermersdorf und Obersdorf. Gut schlug sich auch das einzige Frauen-Team aus Trebnitz.

Gut an kam auch der von "Trebfelde" aufgeführte Sketch im Festzelt. Es folgte im Park ein geselliges Dorffest. Ortsvorsteher Bernd Gohlke dankte Ex-Ortsbeiratsmitglied Gerd Seume für seine langjährige Arbeit und dem Schlossparkverein für die toll organisierten Stände, Leckereien und Musik bis weit in die Nacht.

Dementsprechend etwas müde saßen viele Jahnsfelder und Gäste am Sonntag schon wieder bei Blasmusik-Frühschoppen. Mehr noch aber beim Festgottesdienst zur 775-Jahrfeier in der Schlosskirche. Christa Köpp-Blodau (72), Pfarrerin im Ruhestand gestaltete mit dem Müncheberger Posaunenchor eine festliche Stunde, bei der auch Bernd Zell, Vorsitzender der Kirchengemeinde, zur Geschichte der Kirche sprach.

Alte und neue Schlossbesitzer

Jahnsfeldes Entwicklung erläuterte Ortschronist Marco Thiedig. Er konnte als besonderes Geschenk von Christian von Pfuel, Sohn des letzten Schlossbesitzers vor der Enteignung 1945 auch sieben  fast 200 Jahre alte Holzschilde mit Sprüchen zu Mitgliedern des Geschlechts enthüllen. Fontane erwähnte sie sogar in seinen "Wanderungen". Die Tafeln entnahm einst ein Sammler aus der Kirche. Aus dessen Nachlass sicherte sie sich 2017 der Chronist. "Die von Susanne Teich restaurierten Tafeln sind nun dank Christian von Pfuel an ihrem Ursprungsort zurückgekehrt." Thiedig verlas noch Grüße vom Münchner. Es gab viel Applaus. Der jetzige Schlossbesitzer Eberhard Teufel lud zu Führungen ein. Gelobt wurde dabei auch der von ihm gerade erst wieder errichtete Springbrunnen.

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