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Werke von Christine Hielscher und Dietrich Jacobs sind noch bis Sonntag im Rahmen des Cöthener Kultursommers "Sommers Blau" zu sehen.

Ausstellung
Bilder für die Schinkelkirche

In der Schinkelkirche: Christine Hielscher und Dietrich Jacobs in ihrer Ausstellung zur Eröffnung des Cöthener Kultursommers "Sommers Blau". Diese endet bereits am Sonntag, kann bei entsprechender Nachfrage aber noch verlängert werden.
In der Schinkelkirche: Christine Hielscher und Dietrich Jacobs in ihrer Ausstellung zur Eröffnung des Cöthener Kultursommers "Sommers Blau". Diese endet bereits am Sonntag, kann bei entsprechender Nachfrage aber noch verlängert werden. © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 08.07.2019, 07:30 Uhr
Cöthen (MOZ) Das ist ein toller Raum", sagt Dietrich Jacobs und meint damit die Schinkelkirche in Cöthen. Vor Jahren habe er hier bereits mit Christine Hielscher und anderen ausgestellt. Doch diesmal hat das Künstlerpaar aus Gersdorf auf Einladung von Inge Gellert vom Kirchenförderverein den Raum für sich. Und es lässt die Besucher an ihren Gedanken zum Ausstellungsprojekt "Sommersblau – der bewegte Raum" mit mehreren kurzen Texten teilhaben.

Zwei Installationen von Dietrich Jacobs – Spätlese I und II ­– stehen in den beiden Nischen im Eingangsbereich des Turms, fast so, als wäre es nie anders gewesen. Dass dies nun nur für eine Woche der Fall sein soll, wird von Gästen der Vernissage am Sonnabendvormittag immer wieder bedauert. So gibt Inge Gellert kurz darauf bekannt, dass die Ausstellung mit Einverständnis der Künstler auch um bis zu zwei Wochen verlängert werden kann. "Wenn es ernsthafte Anfragen dazu per E-Mail gibt." Vereinbart werden könnten über diesen Weg auch Führungen durch die Kirche.

Auch Bienen beteiligt

Für weitere Werke, die in der Winterkirche hängen, hat Dietrich Jacobs die Arbeit anderer genutzt: die seiner Bienen. Insgesamt habe er drei Völker. "Für den Eigenbedarf." Und was die Kunst angehe, so komme es immer auf die Idee an. Dass die Bienen da etwas Geeignetes schaffen, habe nun einmal er gesehen und nur bei Partitur I und II noch etwas verändert. Dabei entfalten die vier "be-codes" vor der Glaswand noch einmal eine ganz andere Wirkung, zeigt er sich selbst überrascht.

"Ein solch großer, freier Raum bietet sich an, viele Sachen reinzustellen", macht Jacobs auf die besondere Herausforderung aufmerksam. Genau das hat er mit Christine Hielscher jedoch zu verhindern gewusst. An den Wänden des Kirchenschiffs hängen jeweils drei großformatige, abstrakte Leinwandbilder von ihr, eine weitere zentral unter der Kanzel.

Vor allem aber zieht ihre zweiteilige Installation "Penelopes Nachtlied" die Besucher in ihren Bann. Auch wegen der verwendeten Sepiaschalen. Handelt es sich dabei doch um Schalen von Tintenfischen, die unter anderem für die Herstellung von Schmuck benutzt werden, wie sie gern erklärt. Seit einem Silberschleudergusskurs sei sie von dem Material begeistert. "Das musste ich zeigen."

Beeindruckt sind die Gäste der Vernissage, darunter Kursteilnehmer von Hielscher und Jacobs sowie zahlreiche Künstlerkollegen aus der Region, übrigens auch von Gisa Goerke, die altitalienisch singend in die Kirche gekommen war und zur Gambe gegriffen hatte. Und zwischendurch war immer wieder sie zu hören: eine Nachtigall aus Gersdorf. In diesem Falle vom Band.

Kontakt: E-Mail inge@gellert.berlin. Mehr zum Kultursommer im Internet unter www.coethener-kirche.de.

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