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Der Diedersdorfer Angelverein hat sein 70-jähriges Bestehen gefeiert. Beim Festakt gab es auch mahnende Worte.

Gewässerpflege
Angler spüren den Klimawandel

Cornelia Link-Adam / 09.07.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 09.07.2019, 11:39
Diedersdorf (MOZ) Direkt hinter dem Diedersdorfer Gemeindezentrum wurde am Wochenende intern mit gut 150 Teilnehmern das 70-jährige Bestehen des Angelvereins Diedersdorf gefeiert.

Der Vereinschef Jörg Berndt blickte im Festzelt auf die Entstehung und Entwicklung des Vereins zurück. Der erste Angelsportverein war Anfang 1949 mit 35 Mann gegründet worden, weshalb man nun den 70. feiere. "Ein genaues Datum haben wir nicht, aber wir beziehen uns auf einen alten Mitgliedsausweis von 1949." Entwickelt habe sich der Verein gut. 1954 wurde daraus der Ortsverein Diedersdorf im DAV – bis 1990. Am 27. Oktober 1991 gründete sich der Diedersdorfer Angelverein des DAV, stieg aber nach großen Problemen am 28. Mai 1995 aus und gründete sich neu. Der damalige Rechtsberater Dirk Strassenberger war trotz seines 78. Geburtstages auch beim Fest.

Wie vielseitig aktiv der Verein seit Jahrzehnten war und ist, davon zeugen etliche dick gefüllte Ordner. Die von den Eheleuten Böttcher geführte Chronikarbeit liege seit deren Wegzug etwas brach, gab Berndt zu. Im Gegensatz zu den Mitgliederzahlen: Aktuell gebe es 176. "Das sind drei Ehrenmitglieder, 35 Rentner, vier Invaliden, 30 Schüler, drei Azubis und 101 Vollzahler", rechnete Berndt vor. "Als wir 1995 aus dem DAV ausgestiegen sind, hatten wir alles, nur kein Wasser. Den Raaksee bekamen wir erst anderthalb Jahre später in Pacht von der Gemeinde."

Mit einer internen Feier - gekommen waren 150 Vereinsmitglieder nebst Anhang und geladene Gäste - hat der Diedersdorfer Angelverein sein 70-jähriges Bestehen im Festzelt am Gemeindezentrum gefeiert. Es gab viele Rück- und Ausblicke, aber auch Grußworte und Geschenke. Darüber hinaus wurden Ehrennadeln in Gold und Ehrenmitgliedschaften an besonders aktive Vereinsmitglieder vergeben.
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Jubiläumsfeier 70 Jahre Diedersdorfer Angelverein

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Aktuell kümmern sich die Petri-Jünger auch noch um den Weinbergsee und den Halben See. Die Jugend nutzt zudem den Friedersdorfer Dorfteich als Übungsgewässer. Mehrere Ausbildungstage, Hegefisch-Aktionen und Feste bestimmen das Jahresprogramm. "Leider spüren wir den Klimawandel jetzt schon." Die Gewässer hätten viel Wasser verloren. Dazu brächten immer mehr Gastangler und Touristen viel Futter ein, und es fehle an Toiletten. "Irgendwann kippt so ein See dann mal um." Diese Entwicklung bereite Sorge.

Jörg Berndt ist seit neun Jahren der Chef. Zur Seite stehen ihm Stefan Brandt als Vize und René Rahnenführer als Schatzmeister. Mario Raasch ist der Gewässerwart und konnte Familie Schweitzer für 22 Pfund Fisch auch den Wanderpokal als Sieger des Paar-Angelns vom Juni überreichen Dahinter platzierte Teams bekamen Angler-Utensilien.

"70 Jahre am Stück Vereinsarbeit, Sie können stolz sein", sagte Dietrich Weberling von der Unteren Fischereibehörde. Er überbrachte Grüße des Landrats. "Sie haben sich ein anspruchsvolles Ziel gesetzt, den Erhalt der im Wasser lebenden Fische." Weberling lobte den guten Fisch-Besatz der Seen. Und aufgrund der großen Jugendtruppe gehe er davon aus, dass der Verein noch lange besteht. Dass die Angler einen wichtigen Beitrag in Seelow-Land leisten, betonte auch Amtsdirektorin Roswitha Thiede. Axel Hulitschke vom Gewässer- und Deichverband sicherte, nachdem er mit anderen seine Geschenke abgegeben hatte, dem Verein weiterhin Unterstützung zu.

Neue Ehrenmitglieder benannt

Vor dem Bufett und Umtrunk gab es noch etliche Auszeichnungen. Für langjährige Verdienste erhielten Bernd Ottmann, Bernd Beier und Lothar Jädike die Ehrennadel in Gold. Als neue Ehrenmitglieder des Vereins wurden die einstigen Funktionäre Manfred Hanke, Klaus Grzysczok und Dieter Lindow benannt. – und vom "einfachen Volk" auch noch Horst Buchholz, Willi Schobert, Manfred Kämmer, Horst Quast und Reinhard Vonhoff.

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