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Tierschutz
Linower Pferde sind versorgt

Eines der in Linow sichergestellten Pferde: Die Flanken des Tieres sehen eingefallen aus.
Eines der in Linow sichergestellten Pferde: Die Flanken des Tieres sehen eingefallen aus. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 15.07.2019, 10:01 Uhr
Linow (MOZ) Die Pferde, die der Kreis am vergangenen Donnerstag bei Linow sichergestellt hat, sind untergebracht und versorgt. Das sagte Amtstierärztin Simone Heiland am Freitag.

Die exakte Zahl der Tiere konnte Heiland am Freitag noch nicht mitteilen. Im Vordergrund habe zuerst gestanden, ihr Wohlergehen zu sichern. Auch die anfallenden Kosten für Unterbringung, Futter und medizinische Versorgung der Pferde lasse sich noch nicht beziffern. Ihr Zustand sei den Umständen entsprechend. "Bisher  geht es keinem Tier gesundheitlich so schlecht, dass es eingeschläfert werden muss", so Heiland. 2013 waren in Lionow schon einmal 160 Pferde gesichert worden. Damals mussten zwei Stuten eingeschläfert werden, um sie von ihrem Leid zu erlösen.

Der Kreis hatte die Weide seit längerem beobachtet. Wiederholt waren Tiere von der Koppel geflohen und auf die Straße gerannt. Dabei hatte es auch Verkehrsunfälle gegeben. Zudem monierte die Kreisverwaltung mangelnde Ernährung und gefährliche Gegenstände auf der Weide. Um das Wohl der etwa 50 Tiere zu sichern, hat der Kreis sie den Besitzern, denen bereits das Halten von Pferden verboten worden ist, in einer groß angelegten Aktion weggenommen. Dabei kam auch eine schwer bewaffnete Einheit der Bereitschaftspolizei zum Einsatz. Laut Polizeisprecherin Arianne Feierbach ist bei der Lagebeurteilung erwogen worden, dass die Besitzer gewalttätig  werden könnten. Dabei habe auch eine Rolle gespielt, dass einer der Halter eine Waffenbesitzkarte hat. 2015 hatte ein Landwirt im Havelland bei einer Tierwegnahme einen Veterinär erschossen. Seitdem besitzen die Mitarbeiter des Veterinäramts OPR Schusswesten. Auch Simone Heiland war am Donnerstag in Weste vor Ort.

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