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Feuerwehrleute löschen einen Flächenbrand zwischen Frauenhagen und Pinnow.

Alarm
Wohnhäuser vor den Flammen gerettet

Feuer in Frauenhagen: Bis an den Zaun von Familie Müller, hier Tochter Hedwig mit ihrem Neffen, reichten die Flammen.
Feuer in Frauenhagen: Bis an den Zaun von Familie Müller, hier Tochter Hedwig mit ihrem Neffen, reichten die Flammen. © Foto: Oliver Voigt
Kerstin Unger / 23.07.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 23.07.2019, 16:11
Frauenhagen (MOZ) Ein Großaufgebot der Feuerwehren aus dem Amt Oder-Welse, Angermünde und Schwedt ist am Sonntagnachmittag nach Frauenhagen ausgerückt. Auf einem Feld zwischen Pinnow und Frauenhagen war ein Brand ausgebrochen. Den Einsatzkräften gelang es mithilfe des Landwirtschaftsbetriebes, anliegende Wohngrundstücke vor dem Feuer zu retten.

Familie Müller, die auf ihrem Grundstück etliche Tiere hat, war am Nachmittag draußen. "Meine Mutter machte uns plötzlich auf einen Sandsturm aufmerksam. Wir merkten aber schnell, dass es Rauch war", schildert Hedwig Müller. Die Familie brachte sofort ihre Tiere in Sicherheit, dann war auch schon die Feuerwehr da, die gegen 16.30 Uhr alarmiert wurde. "Wir hatten Glück im Unglück", meint Hedwig Müller. Der Landwirtschaftsbetrieb hatte einen Tag vorher das Feld an der Grenze zu den Grundstücken mähen lassen, sodass das Feuer nicht gleich auf die Häuser übergreifen konnte. Der Boden wurde nach dem Löschen umgepflügt. "Es war ein absoluter Schreck. Wir sagen den Feuerwehrleuten ganz lieben Dank. Sie haben uns wirklich gerettet", sagt Hedwig Müller.

Zu einen Flächenbrand rückte die Feuerwehr am frühen Sonnabendnachmittag aus. Aus noch ungeklärter Ursache geriet während der Getreideernte eine ca 2 ha groeße Fläche in Brand. Der Landwirt hatte zum Glück Wassertankfahrezuge und Pflüge am Feldrand zur Absicherung vorgehalten. Das schnelle umsichtige Eingreifen verhinderte eine Ausdehnung des Feuers auf den angrenzenden Wald. Direkt im Anschluss ging es für die Einsatzkräfte zum nächsten Brandherd. Auf dem Recycling-Platz der TSH in Schwedt stand Holzabfall in Flammen.
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Doppelter Einsatz

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Ernsthaft verletzt wurde niemand. Einige der insgesamt 79 Feuerwehrleute mussten sich unter anderem wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung im Krankenhaus untersuchen lassen. Durch das Feuer auf dem rund 20 Hektar großen Weizenfeld entstand jedoch ein Schaden von rund 30 000 Euro. Durch die Hitzewirkung wurde eine Hecke Obstbäume auf einem Grundstück in Mitleidenschaft gezogen, die nach der relativ raschen Eindämmung des Feuers extra mit Wasser benetzt wurden. Was den Brand ausgelöst hat, ist noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt. Bei der Wärme und der Sonneneinstrahlung könnte eine Glasscherbe ebenso ein Feuer auslösen wie eine weggeworfene Kippe, erklärt der Angermünder Stadtbrandmeister Jürgen Duckert. "Ein technischer Defekt war es jedenfalls nicht. Es fanden zu dieser Zeit keine Arbeiten statt", sagt er.

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