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Ortsbegehung
Wesendorf mit vielen Baustellen

Informativer Dorfrundgang: Bert Kronenberg (Dritter von links) verschaffte sich in Wesendorf einen Überblick über notwendige Arbeiten.
Informativer Dorfrundgang: Bert Kronenberg (Dritter von links) verschaffte sich in Wesendorf einen Überblick über notwendige Arbeiten. © Foto: Martin Risken
Martin Risken / 24.07.2019, 18:15 Uhr
Wesendorf (MOZ) Kleiner Ort, aber viele Probleme. Wo genau den Wesendorfern der Schuh drückt, wollte Zehdenicks Bürgermeister Bert Kronenberg (parteilos) am Dienstagabend bei einem Dorfrundgang mit Ortsvorsteher Reinhard Lenz und einigen Bürgern erfahren. Kronenberg musste sich so viele Notizen machen, dass er bei der anschließenden Ortsbeiratssitzung vorsorglich darauf hinwies, dass er für acht Jahre gewählt worden ist. Hier und da seien dicke Bretter zu bohren. Der Rundgang startete im Feuerwehrgerätehaus. Dort liegt noch immer die kontaminierte Einsatzbekleidung vom Einsatz in Klein-Mutz von Anfang Juli auf dem Boden. Wann sie nun endlich gereinigt wird? Keiner weiß es so genau. Mehr Geld erhofft sich Wehrleiter Sebastian Witte für die Jugendfeuerwehr. Mit 14 Kindern sei diese in Wesendorf besonders groß und rege. Die Feuerwehr wolle den Kindern auch was  bieten. Überdies lasse die Dienstbekleidung der Jugendwehr zu wünschen übrig.

Renovierung der alten Schule

Für stark renovierungsbedürftig hält der Ortsvorsteher die alte Schule, in der Gemeindebüro und das Jugendzimmer untergebracht sind. Die Wände müssten gemalert und die Heizung dringend erneuert werden. "Auf lange Sicht muss alles mal renoviert werden", so Lenz. Sein Wunsch wäre es, wenn alle Arbeiten bis zum Jahr 2025 abgeschlossen sind. Dann nämlich werde Wesendorf 650 Jahre alt. Auch auf dem Friedhöfe gibt es noch vieles zu tun. Die Urnengemeinschaftsanlage biete einen jämmerlichen Anblick. Eine Sandwüste ist dort, wo Rasen wachsen sollte. Das habe er schon mehrfach bei der Stadtverwaltung eingefordert. Vergebens. Der Fußboden in der Friedhofskapelle ist übersät mit Hunderten toten Fliegen. Womöglich gelangten diese durch die Grube ins Innere. Der Wunsch des Ortsbeirates sei es schon lange, die Gruft zu schließen anstatt diese nur mit Holzbohlen abzudecken.

Für kreuzgefährlich hält Ortsbeiratsmitglied Heiko Lenz den Schulweg für einige Kinder, die in der Straße Am Grünen Zweig wohnen und mit dem Fahrrad die Wesendorfer Straße überqueren müssen. Kronenberg hält eine Haltelinie für geeignet. Erheblichen Lärm verursache eine mit Pflastersteinen verschlossene Baugrube auf der Wesendorfer Straße. Das scheppere ordentlich, wenn schon morgens um 5 Uhr ein Lkw darüber fahre. Diese Stelle müsse asphaltiert werden.

Insgesamt summieren sich die Forderungen an die Stadtverwaltung auf 19 Punkte. Ortsvorsteher Lenz hält es für wichtig, dass die Kommunikation zwischen Ortsbeirat und Verwaltung verbessert wird, damit er und seine Mitstreiter auf dem Laufenden gehalten werden und sie den Bürgern Auskunft geben können, wann welche Sachen abgearbeitet werden.

Jubiläumim Jahr 2025

Der Ortsbeirat von Wesendorf besteht aus drei Personen. Nach drer Kommuanalwahl im Mai ist Reinhard Lenz in seinem Amt als Ortsvorsteher bestätigt worden. Außer ihm gehören dem Gremium noch Heiko Lenz und Stefan Witte an.

Der Zehdenicker Ortsteil hat rund 250 Einwohner und wurde 1375 erstmalig urkundlich erwähnt.  Im Jahr 2025 wird Wesendorf damit 650 Jahre alt. Dieses Jubiläum will der Ortsbeirat groß feiern. und erhofft sich im Vorfeld die Unterstützung der Stadt Zehdenick bei künftigen Sanierungsarbeiten..⇥ris

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