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Kneipp-Kita
Extraleitung fürs Freigelände

Gabriele Rataj / 25.07.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 25.07.2019, 09:31
Buckow (MOZ) In der Kneipp-Grundschule am Weinbergsweg herrscht Sommerferien-Ruhe.Wenige Meter die einstigen Weinbergshänge hinauf aber dreht sich der Bagger, werden Schutzfolien und versickerungsfähiges Pflaster verlegt, Gabionen mit Feldstein gefüllt, laden Transporter unterschiedlichstes Material auf der Baustelle hinter und zwischen Turnhalle, Kita-Neubau und Minifußballfeld ab, das genau nach Plan verteilt wird.

In einigen Wochen wollen Kita-Team und Stadt den Umzug der Kneipp-Kita von der Berliner Straße ans andere Ende der Stadt gehändelt haben, Eltern danach ihre Sprösslinge morgens an den neuen Standort bringen können und nach einem erlebnisreichen Tag wieder abholen. Bis dahin aber ist im Außenbereich noch allerhand zu tun.

Tiefbauarbeiten beendet

Inzwischen seien jedoch alle Unwägbarkeiten beseitigt, alles sei beräumt, "und die beiden ausführenden Firmen haben zugesichert, dass sie die Termine in der 38. Kalenderwoche halten werden", sagt Wolfgang Bohm von der Bauverwaltung im Rathaus. Dann bliebe nach hinten noch eine Woche Luft, um danach konzentriert den Umzug anzugehen.

Gerade ist mit dem Verlegen der Wasserleitung auf dem Außengelände begonnen worden, damit an den unterschiedlichen Punkten des niveaureichen und später vielfach bewachsenen Spielareals Wasser zur Verfügung steht. Schließlich zieht Brandenburgs einst als Erste zertifizierte Kneipp-Kita mit dem passenden Erziehungskonzept hier ein.

"Die Tiefbauarbeiten sind damit erledigt", fasst Bohm zusammen. Jetzt stehen die Geländearbeiten, das Ausgestalten der unterschiedlichen Spielareale sowie nach und nach das Ab- und Wiedereinbauen von Spielgeräten an, die jetzt noch an der Berliner Straße in Benutzung sind.

Landschaftsarchitektin Johanna Wirth weiß genau, an welcher Stelle was platziert wird. Sie hat die Entwurfsplanung für das Freigelände verantwortet, dabei die fünf Säulen der Kneippschen Gesundheitslehre zu integrieren gesucht und hat dabei stets den Blick auf das streng geschützte Naturareal gleich nebenan gerichtet. Möglichst viel Naturnähe in der gesamten Gestaltung ist dabei Grundprinzip.

Geschützter Magerrasen

Mit etwas Phantasie lässt sich dieser Anspruch optisch bereits demonstrieren. Am weitesten sind die Arbeiten auf dem schmalen Streifen für den Kleinkinderbereich gediehen. Zwischen einer großen und weiträumig abgesperrten Kiefer und dem zum Hort hin stark abfallenden Hang hinter einem Zaun sind mehrere kleine und mit gelbem Sand gefüllte Spielgruben angelegt, durch Holz-Palisaden und liegende Stämme voneinander abgegrenzt.

In der Mitte wird die Frechdachshöhle wieder aufgebaut und ein Sonnensegel überspannt später einen Teil des Areals. "Denn wegen der Wetterstation und dem geschützten seltenen Magerrasen nebenan dürfen hier keine großen Bäume stehen", erklärt die Waldsieversdorferin. Nach oben hin folgt der Bereich für die älteren Kinder und macht mit viel Holz, Naturstein und einem Lehmhügel schon jetzt neugierig auf mehr.

Vorkommen von Rote-Liste-Arten (RL)

Auf der an das Kleinkind-Spielgelände angrenzenden geschützten Magerrasenfläche finden sich u. a.:als bestandsbildende Arten (viele Exemplare) Ohrlöffel-Leimkraut, Steppen-Lieschgras, Sichel-Luzerne (alle gefährdet nach RL Brbg.) und Berg-Haarstrang (Vorwarnstufe),als horstweise auftretende Arten (einige Exemplare) Erd-Segge und Aufrechter Ziest (beide gefährdet),als zerstreut auftretende Arten (ein Exemplar und/oder am Rand der Fläche) Wiesen-Salbei und Moschus-Malve (beide gefährdet) ⇥red

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