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Abgebrannt
Strohpresse setzt Acker in Brand

Durch günstigen Wind hat die Feuerwehr einen größeren Brand vor dem Helene-Beach-Festival verhindern können.
Durch günstigen Wind hat die Feuerwehr einen größeren Brand vor dem Helene-Beach-Festival verhindern können. © Foto: Ines Weber-Rath
Ines Weber-Rath / 25.07.2019, 13:43 Uhr - Aktualisiert 26.07.2019, 10:12
Lossow (MOZ) 40 Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen auf einem abgeernteten Getreideschlag an der B112. Die brennende Landmaschine können sie nicht mehr retten.

"Wir haben Glück, dass es keinen Ostwind gibt", ruft ein Feuerwehrmann. Dann rennt er, mit zwei Packungen Wasserflaschen unterm Arm, zu den Einsatzkräften auf dem verkohlten Getreideschlag an der B112 zwischen Lossow und Brieskow-Finkenherd. Der Blick Richtung Osten erklärt, was er meint: Dort liegt, jenseits der Bundesstraße, das Helene Beach-Festivalgelände, auf dem gerade Zehntausende junge Menschen ausgelassen feiern. Der Westwind hält die Flammen fern.

Kurz nach 12 Uhr sind die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Frankfurt und dem Raum Eisenhüttenstadt am Donnerstag von der Leitstelle Oderland alarmiert worden: "Eine Strohpresse der Agrargenossenschaft Lossow ist auf einem abgeernteten Getreideschlag an der B112 in Brand geraten", sagt Michael Lyszczok.

Der Amtsbrandmeister des Amtes Brieskow-Finkenherd ist der Einsatzleiter bei der Brandbekämpfung. Die gestaltet sich schwierig. Zum Beispiel, was die Zufahrt betrifft. Die Löschfahrzeuge und Einsatzleitfahrzeuge müssen zum Teil über einen Abschnitt des Oder-Neiße-Radweges zum Brandort fahren. "Als wir eingetroffen sind, stand das Stroh auf dem Schlag schon auf breiter Front in Flammen", berichtet Michael Lyszczok. Die Rauchwolken waren von Weitem zu sehen.

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Feuerwehr rettet Helene-Beach-Festival vor größerem Brand

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Fast 40 Einsatzkräfte aus der Amtsfeuerwehr von Brieskow-Finkenherd, aus der Frankfurter Berufsfeuerwehr und ihren Löschgruppen aus den Ortsteilen, aus Eisenhütenstadt und Müllrose bekämpfen die Flammen von allen Seiten aus. Zwar gelingt es nach einer knappen Stunde, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Doch die Strohpresse ist nicht zu retten. "Totalschaden", konstatiert der Einsatzleiter.

Immer wieder müssen die Einsatzkräfte aufflammende Glutnester löschen. Ein Traktor des Lossower Landwirtschaftsbetriebes mit angehängtem Pflug pflügt das Stroh, so gut es geht, unter. Am Ende ist eine etwa zwei Hektar große Fläche schwarz, verbrannte Erde. Kranken- und Notarztwagen, die gegen 12.30 Uhr auf der  B112 in Richtung Frankfurt fahren und den Verkehr in Richtung Eisenhüttenstadt für kurze Zeit zum Stillstand bringen, haben nichts mit dem Brand zu tun. "Die kommen bestimmt von der Helene", vermutet Einsatzleiter Lyszczok.

Frankfurter Polizeibeamte warten derweil auf Vertreter des Agrarbetriebes, die Angaben zur etwaigen Höhe des entstandenen Schadens machen sollen. Und viele Feuerwehrleute stellen sich angesichts der extrem trockenen und heißen Wetterlage die Frage: Wird das vorerst der einzige Einsatz bleiben?

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