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Alternative
Radenslebener wollen Container als temporären Sitz für Ortsbeirat

Weiter offen: Erst hatten die Radenslebener Hoffnungen auf das Herrenhaus des Quast’schen Altenteils gesetzt. Nach dem Verkauf des Gebäudes sollte ein Kita-Neubau für Räume sorgen. Als Übergangslösung wurden nun Container ins Auge gefasst.
Weiter offen: Erst hatten die Radenslebener Hoffnungen auf das Herrenhaus des Quast’schen Altenteils gesetzt. Nach dem Verkauf des Gebäudes sollte ein Kita-Neubau für Räume sorgen. Als Übergangslösung wurden nun Container ins Auge gefasst. © Foto: Judith Melzer-Voigt
Siegmar Trenkler / 26.07.2019, 12:30 Uhr
Radensleben (MOZ) Nachdem die Radenslebener jahrelang vergeblich für ein Dorfgemeinschaftshaus gekämpft hatten, schien mit dem Angebot der evangelischen Gemeinde, die eine Kita im Ort errichten wollte, ein Ausweg gefunden. In dem Neubau der Kindertagesstätte, der 2018 begonnen werden sollte, sollte ein Raum für öffentliche Versammlungen und andere Angebote genutzt werden. Doch wegen Verzögerungen bei der Finanzierung gibt es die neue Kita noch nicht.

Für den Ortsbeirat stellt das ein Problem dar. Denn bislang ermöglicht der Seniorenwohnpark dem Gremium zwar, sich dort für Versammlungen zu treffen. Doch Ortsvorsteher Hardy Richter würde gern auch Sprechstunden anbieten. Allerdings möchte er das Angebot des Seniorenwohnparks nicht überstrapazieren. "Das ist auch keine Dauerlösung", sagt er. Daher laufen wieder Gespräche mit der Stadtverwaltung. "Wir wollen, dass für uns Räume angemietet werden", so Richter. "Die Möglichkeiten dafür sind aber beschränkt." Daher hat sich der Ortsbeirat bereits mit weiteren Alternativen beschäftigt. "Wenn die Stadt für die Gentzschule sowieso Container anmieten muss, kann sie vielleicht einfach zwei mehr bestellen und sie bei uns aufstellen", hofft Richter.

Zwei mögliche Standorte

Zwei Varianten hat das Gremium als mögliche Standorte erarbeitet, die nun der Verwaltung vorgelegt werden sollen. Der erste wäre an der alten Gärtnerei, der zweite beim neuen Spielplatz, den sich der Ort wünscht. Dieser könnte gegenüber vom Weg zum Campo Santo auf dem Kirchhof errichtet werden. Allerdings könnte es sein, dass der Denkmalschutz mit diesem Standort nicht einverstanden ist.

Selbst über eine Nachnutzung für die Container wurde schon nachgedacht. Beiratsmitglied Anita Ludwig hat sich nämlich auf die Fahnen geschrieben, mehr für Kinder und Jugendliche auf die Beine stellen zu wollen. Was benötigt wird im Ort will sie mit der Kinder- und Jugendsprechstunde herausfinden, die in der kommenden Woche erstmals am Montag stattfinden soll. In Ermangelung geeigneter Räume passiert das zwischen 15 und 18 Uhr erst einmal bei ihr zu Hause. Von Ludwig stammt auch der Vorschlag, die Container nach ihrer Zeit als temporärer Sitz des Ortsbeirats als Jugendclub zu nutzen. Auch dieser Vorschlag wurde schon weiterentwickelt. Denkbar wäre etwa, den Container-Jugendclub am Bolzplatz einzurichten. Es gibt aber auch andere Ideen zu möglichen Standorten, die zentraler im Ort sind, um auch eine  Beaufsichtigung der Jugendlichen garantieren zu können. "Sie sollen schon ihren Freiraum haben. Aber etwas mehr im Ort wäre es natürlich besser", erklärt Ortsvorsteher Richter. So oder so soll das Areal am Bolzplatz aber aufgewertet werden. Er hofft, dass dort einige Spielgeräte landen werden, die vielleicht für einen Spielplatz mit Abenteuercharakter taugen und im Gegensatz zum anderen Spielplatz eher für ältere Kinder geeignet sind. Auch dazu liefen bereits erste Gespräche mit der Stadtverwaltung.

Einen Zeitplan gibt es für die Containerlösung noch nicht. "Wir wollen uns mit dem Wunsch jetzt an die Stadtverwaltung wenden", sagt Richter. Zudem gibt es auch eine große Unbekannte in der Gleichung: den Kitaneubau. Nach Richters Informationen hängen dafür Fördermittelanträge beim Landesamt für ländliche Entwicklung. Er geht von einem Baubeginn frühestens 2020 aus.

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