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Grabsteine
Steinerne Dorfgeschichte

Ulf Grieger / 28.07.2019, 13:28 Uhr - Aktualisiert 28.07.2019, 13:42
Gorgast (MOZ) Am Anfang des Jahres hatte der zwölfköpfige Verein Gorgaster Leben beschlossen, auf dem kommunalen Friedhof ein Lapidarium anzulegen. Lapidarium ist die Bezeichnung für eine Sammlung von Steinwerken. "Als Heimatverein liegt es uns am Herzen, die Geschichte unseres Dorfes aufrecht zu erhalten. Alte Grabsteine von verstorbenen Einheimischen gehören, als Erinnerung an sie, dazu", begründet Kerstin Viedt das Anliegen.

Mit Erlaubnis der Angehörigen

Der Verein ermittelte den Kostenaufwand, holte das Einverständnis von Ortsvorsteherin Gudrun Wurl sowie die Genehmigung des Amtes Golzow ein. "Außerdem wussten wir, dass wir dieses Projekt nicht ohne Hilfe von weiteren Bürgern aus Gorgast schaffen würden", so die Initiatorin. Bei Veit Gerullies, der den Friedhof pflegt, werden die alten Grabsteine, deren bezahlte Standzeit abgelaufen ist, zwischengelagert. Von dort wurden 22 Steine für die Aktion abgeholt, bei denen die Angehörigen ihr Einverständnis gegeben hatten. Große Unterstützung bekam der Verein von Torsten Schrödter vom Seelower Betonstein- und Terrazzowerk, der den Gorgastern von der Planung bis zum Abschluss mit Rat und Tat zur Seite stand. "Des weiteren bedanken wir uns herzlich für die fleißige Hilfe bei Marko Berger, Ralf und Christian Trölenberg, Kai und Veit Gerullies, Daniel Öhme, Torsten Viedt, bei Marco Thielbeer und Michael Korb für Sponsorenleistungen sowie bei unseren Vereinsmitgliedern, besonders bei Herwig Pohl und Hans-Joachim Baumstark, Brigitte Molke, Harald Schulz, Conny Baganz und Roswitha Trölenberg", betont Kerstin Viedt. Unterstützt wurde das Projekt auch von Anke Andreas vom Amt Golzow.

Vom freundschaftlichen Miteinander unter den Beteiligten sowie dem Spaß und der Freude daran, gemeinsam etwas Neues zu schaffen, künden die zahlreichen Fotos, die im Versicherungsbüro der Vereinsvorsitzenden Roswitha Trölenberg zu besichtigen sind.

Kürzlich konnte das Lapidarium fertiggestellt werden. Die Steine liegen auf einer gepflasterten Fläche, die leicht abschüssig ist, so dass Regenwasser ablaufen kann. Weitere  Grabsteine dürfen nicht eigenhändig auf das Lapidarium gelegt werden. Kerstin Viedt führt ein Register dazu. Wer möchte, dass ein Grabstein auf das Lapidarium abgelegt werden soll, der kann sich bei Roswitha Trölenberg (Tel. 033472 50584) oder bei Kerstin Viedt (Tel. 033472 50856) melden.

Kein bestimmter Personenkreis

"Es gibt keine Festlegungen, dass nur die Steine mit den Namen bestimmter Personengruppen auf dem Lapidarium Platz finden sollen", betont Roswitha Trölenberg. Sie freut sich, dass auch der Stein von Ernst Pontow nun eine dauerhafte Stätte gefunden hat. Viele werden sich des langjährigen Gorgaster Friedhofsgärtners erinnern. Wie in diesem Fall, bleibe mit den Namen auf den Steinen auch Dorfgeschichte lebendig.

Der Verein bittet um Spenden: Förderverein Gorgaster Leben, IBAN: DE11 1705 4040 3500 0095 05

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