Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Amateurfunker aus drei Bundesländern schlagen ihr traditionelles Camp erstmals im Barnim auf.

Hobby
Wie in einer großen Familie

Amateurfunker im Fachgespräch: Christian Müller aus Berlin und Brinkfried Werner aus Neustrelitz
Amateurfunker im Fachgespräch: Christian Müller aus Berlin und Brinkfried Werner aus Neustrelitz © Foto: Wolfgang Rakitin
Sabine Rakitin / 29.07.2019, 20:53 Uhr
Marienwerder (MOZ) Amateurfunker aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben am vergangenen Wochenende für drei Tage ihr Lager in Marienwerder aufgeschlagen. Die 40 Frauen und Männer kommen einmal im Jahr zusammen, um ein paar Tage gemeinsam zu verbringen. In den vergangenen zehn Jahren befand sich das Camp in Wiesenburg bei Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern). Nun trafen sie sich zum ersten Mal im Barnim, auf einem Privatgrundstück An den Sandenden.

"Wir sind eine lockere Gemeinschaft von Funkfreunden", sagt Bringfried Werner, Initiator der Treffen, aus Neustrelitz. Wie viele in der Gruppe hat auch er in den 1980er-Jahren als CB-Funker angefangen und war später zu den Amateurfunkern gewechselt. "CB-Funk kann jeder machen. Als Amateurfunker muss man eine Lizenz haben", erklärt Frank Thomas, der mit seiner Frau Ursula aus Werder angereist ist. Er nimmt über Funk Kontakt in alle Welt unter DO1FTW auf. D steht für Delta O1 bedeutet Einsteigerklasse und FTW – Frank Thomas Werder. Das Ehepaar ist fasziniert von dem Hobby, das Frank Thomas erst vor wenigen Jahren für sich entdeckte. Er ist fasziniert von der Möglichkeit, mit Menschen rund um den Globus in Kontakt zu treten. "Du weißt nie, wer am anderen Ende dran ist", sagt Ursula Werner.

Wenn die Bedingungen gut seien, gebe es schon auch mal Kontakt nach Australien, Kanada und Neuseeland, sagen die Funkerfreunde um Bringfried Werner. Viele kennen beispielsweise Jörg aus Oslo und einen Amateurfunker aus Toronto, auf dessen Namen sie gerade nicht kommen. Beide würden deutsch sprechen. Das mache die ganze Sache einfacher, stellen sie übereinstimmend fest.

Irgendwie seien Amateurfunker "wie eine große Familie", findet Ehepaar Thomas. "In der morgendlichen Runde begrüßt man sich, und der Apparat läuft den ganzen Tag", erzählen sie. In Marienwerder gefällt es den Funkfreunden ganz gut. "Vielleicht können wir im nächsten Jahr wieder herkommen", hofft Bringfried Werner.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG