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Bürgermeisterwahl
Alexander Horn will Vereine weiter stärken

Engagierte Familie: Alexander Horn ist Sohn von Bürgermeister Horn.
Engagierte Familie: Alexander Horn ist Sohn von Bürgermeister Horn. © Foto: Kerstin Ewald
Kerstin Ewald / 30.07.2019, 08:00 Uhr - Aktualisiert 30.07.2019, 09:06
Werneuchen (MOZ) Der Werneuchener Linken-Fraktionschef Alexander Horn tritt im September zur Bürgermeisterwahl an. Der soziale Wohnungsbau ist ihm wichtig.

Reiflich überlegt hat sich Alexander Horn diesen Schritt. Letztendlich fiel die Entscheidung, sich von seiner Partei Die Linke als Bürgermeisterkandidat aufstellen zu lassen, auch im Familienrat: "Wenn meine Familie diese Entscheidung nicht unterstützen würde, würde ich nicht antreten", erklärt der 34-Jährige beim Gespräch auf der Terrasse seines Hauses.

Der Treffpunkt ist aus praktischen Erwägungen gewählt. Zuhause kann der kleine Fiete, Horns Jüngster, vom Schwager betreut werden und der Vater kann ihm wenn nötig zur Seite eilen. Alexander Horn hat sich gerade Elternzeit von seinem Betrieb genommen. Nun ist der letzte Monat der intensiven Betreuungszeit angebrochen. Sonst arbeitet Vater Horn als Servicetechniker in einem mittelständischen Berliner Unternehmen, in dem er für die Errichtung, Wartung und Instandsetzung von Gefahrenmeldeanlagen zuständig ist.

Maßgeblich für Horns Entscheidung, sich als Werneuchener Stadtoberhaupt vorschlagen zu lassen, war auch die beachtliche Stimmenzahl, die er bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung auf sich vereinen konnte – mit 900 Stimmen hatte er von allen Kandidaten den meisten Zuspruch bekommen. "Das Vertrauen der Werneuchener sehe ich als einen Auftrag an", meint Horn, der im Mai auch wieder in den Kreistag gewählt wurde. Dort übertrug man ihm eben den Vorsitz des Rechnungsprüfungsausschusses.

Früher Einstieg in die Politik

Mit seiner – trotz recht jungen Alters – bemerkenswerten kommunal- und regionalpolitischen Erfahrung möchte Horn punkten. Angefangen mit der Gremienarbeit hatte er schon während seiner Lehre bei der Telekom, bei der er sich in der Auszubildendenvertretung engagierte. 2003, kurz nach seinem 18. Geburtstag, trat der ambitionierte Lokalpolitiker in die PDS ein, aus der später durch einen Zusammenschluss die Linke hervorging. Noch im selben Jahr stellten ihn die Mitglieder der Werneuchener Basisgruppe erstmals als Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung auf. Er errang sein erstes Mandat. Heute dient er der kommunalen Linkspartei schon lange Jahre als Vorsitzender und Fraktionsvorsitzender. 2008 wurde Horn erstmals in den Kreistag gewählt.

Als Mitglied und Fraktionschef der einst stärksten Partei in Werneuchen hat Horn auch die Entscheidung mitgetragen, die Schule Am Rosenpark zum jetzigen Zeitpunkt und in dem Ausmaß zu erweitern, wie derzeit geplant. Ihr Raumbedarf und der des Horts waren in den letzten Jahren enorm gestiegen. "Auch vom heutigen Standpunkt aus war es sinnvoll, mit dem Bau bis heute zu warten und nicht Stück für Stück anzubauen", findet Horn. Zum einen sei Werneuchens Wachstumsentwicklung und damit der Raumbedarf heute besser einzuschätzen. Außerdem könne derzeit eher mit der Gewährung von Fördergeldern für das 17 Millionen teure Projekt gerechnet werden.

Ärztemangel beheben

In Zukunft liegen Alexander Horn neben vielen anderen Themen der soziale Wohnungsbau und die Erweiterung der einheimischen Gewerbeflächen am Herzen. "Für beides können wir auf unsere städtische Wohnungsbaugesellschaft (WGB) zurückgreifen, um die uns heute einigen Nachbargemeinden beneiden", meint Horn und ergänzt: "Mit attraktiven Praxisräumen und Informationen über Förderprogramme können wir auch am ehesten unseren lokalen Ärztebedarf regeln."

Einsetzen will sich der Politiker auch fürs Zusammenwachsen von Neu- und Alt-Werneuchenern sowie Jüngeren und Älteren in der Stadt. Dafür setzt er auch auf die einheimischen Vereine, die er finanziell noch über das jetzige Maß hinaus unterstützen möchte, denn: "Ohne die konstruktive Unterstützung der in unserem Heimatort so vielfältig tätigen Vereine wird es auch in Zukunft nicht gelingen, ein abwechslungsreiches und interessantes, kulturelles Leben in Werneuchen zu gestalten", schreibt er in seinem Programm für die kommende Wahl.

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