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Hier landen Lebewesen, die keiner mehr will. Das Tierheim in Markgrafpieske präsentiert sich und seine Arbeit beim Tag der offenen Tür.

Tierheim
Für ein tierisch gutes Leben

Viel Herz für Tiere: Hasan Tatari, Leiter der Tierstation Pro Animale (M.), mit den Zwillingen Ben und Tim und  Jolie. Die weiße Schäferhündin ist herzkrank und sollte eingeschläfert werden.
Viel Herz für Tiere: Hasan Tatari, Leiter der Tierstation Pro Animale (M.), mit den Zwillingen Ben und Tim und  Jolie. Die weiße Schäferhündin ist herzkrank und sollte eingeschläfert werden. © Foto: Ruth Buder
Ruth Buder / 05.08.2019, 09:00 Uhr
Markgrafpieske Hier haben es die Tiere wirklich gut. Diesen Eindruck bekamen am Sonntagnachmittag die vielen Besucher, die zum Tag der offenen Tür in die Tierstation Pro Animale bei Markgrafpieske gekommen waren.

Auf dem gepflegten Vierseitenhof mitten im Wald und den dazugehörigen 15 Hektar Weideland leben ständig rund 170 Tiere, vorwiegend Hunde und Katzen, aber auch Pferde, Esel, Schafe, Ziegen und Lamas. "Die Großtiere stammen vor allen Dingen aus schlechter Haltung in Deutschland", erklärt Hasan Tatari, Tierarzt und seit 2010 Leiter der Station. Die einst streunenden, teils verwahrlosten oder kranken Hunde und Katzen kommen über den international agierenden Tierschutzverein Pro Animale auch aus Polen, Spanien oder Rumänien.

Zutrauliche Bewohner

Wie gut sie inzwischen sozialisiert sind, spüren die Besucher, die in kleinen Gruppen in die "Hundedomizile" gelassen werden. Schwanzwedelnd, außerordentlich freundlich und zutraulich empfangen die freilaufenden Tiere, die im Haus, aber auch im Garten leben, ihre zweibeinigen Gäste. Lebhaft geht es auch in den "Katzenzimmern" zu, die wie Wohnzimmer eingerichtet sind und viele Spiel- und Klettermöglichkeiten bieten.

Während die Großtiere bis zum ihrem Tod im Asyl ein würdiges Leben führen dürfen, werden Katzen und Hunde auch in liebevolle Hände abgegeben. Davor schaut sich Hasan Tatari die neuen Halter genau an: "Wir vermitteln keine Hunde, ohne vorher einen Hausbesuch gemacht zu haben."

Leben von Spenden und Helfern

Die Tierstation mit ihren elf fest angestellten Mitarbeitern lebt von Spenden und von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. Seit etwa 15 Jahren kommen Ilona Beck und ihre erwachsene Tochter Jana auf den Hof, um sich um Katzen und Hunde zu kümmern, mit ihnen zu kuscheln. Ab und zu ging einer in ihren Besitz über. Die beiden Frauen mit viel Herz für Tiere unterhalten sich mit den Gästen bei Kaffee und Kuchen auf dem weitläufigen Gelände.

Hendrik Weinhold ist mit seinen Zwillingen Tim und Ben mit dem Fahrrad gekommen: "Ich war noch nie hier und bin begeistert, wie liebevoll hier alles zugeht, wie ordentlich und sauber alles ist", sagt der Neu Golmer. Die 16-jährige Franziska Prehn aus Kolpin kennt sich dagegen schon sehr gut aus: "Ich habe hier mal ein Praktikum gemacht, denn ich möchte mal Tierärztin werden. Jetzt könnte ich mir vorstellen, hier ehrenamtlich zu helfen", sagt die Gymnasiastin.

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