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Tierwohl
Versorgung beschlagnahmter Pferde kostete schon 60 000 Euro

60 Pferde waren einer Halterin in Linow von den Behörden weggenommen worden.
60 Pferde waren einer Halterin in Linow von den Behörden weggenommen worden. © Foto: Brian Kehnscherper
Markus Kluge / 07.08.2019, 17:50 Uhr - Aktualisiert 07.08.2019, 17:58
Linow (MOZ) Die Wegnahme und Versorgung der mehr als 40 Pferde, die der Landkreis im Juli Haltern in Linow weggenommen hat, verursachte bereits Kosten in Höhe von rund 60 000 Euro. Das sagte am Mittwoch Amtsveterinärin Simone Heiland.

In der Summe enthalten sind unter anderem der Transport der Tiere, deren Futter, Bewachung und Tierarztkosten. Ob der Kreis das Geld für seine Ausgaben jemals wiedersieht, ist offen. Aktuell prüft die Behörde anhand von eingereichten Papieren, wem welches Tier gehört. Bislang wird von zwei Eigentümern ausgegangen, von denen einer ein Haltungsverbot hat. "Wenn das geklärt ist, müssen wir sehen, welche Tiere verkauft werden müssen. Aber das Verfahren ist sehr aufwendig", so Heiland. Wie sie weiter sagte, werde ihr und ihren Kollegen von den Haltern vorgeworfen, sie würden die Tiere quälen und nicht ausreichend füttern. "Man versucht, den Spieß umzudrehen. Aber den Pferden geht es gut", versicherte Heiland. Schließlich waren die Tiere beschlagnahmt worden, weil die Weiden ungenügend gesichert gewesen sein sollen, es zu wenig Futter gab und sich die Pferde unkontrolliert vermehrt hätten. Aus den 41 gesicherten Tieren sind laut Heiland mittlerweile 42 geworden: Am Sonnabend hatte eine Stute ein Fohlen bekommen. Weil noch weitere Pferde trächtig sind und sich einige Fohlen in der Herde befinden, bekommen die Pferde nicht nur Heu, sondern auch Spezial­futter.

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