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300-Jahr-Feier
Königshorster feierten stolz ihr Jubiläum

Holger Rudolph / 12.08.2019, 09:55 Uhr
Königshorst Hunderte Besucher waren am Sonnabend nach Königshorst gekommen, um mit den Einwohnern das 300-jährige Bestehen des Dorfes gebührend zu begehen.

Am Vormittag hatten die Feierlichkeiten mit einem Festgottesdienst und einer Lesung der Schauspielerin Katharina Thal-bach begonnen. Im Anschluss daran machte sich der Festumzug auf den Weg durch das Dorf. Auf einer Vielzahl von Anhängern, die von Traktoren gezogen wurden, stellten Einwohner in historischen Kostümen Abschnitte und Ereignisse der Ortsgeschichte dar. Die Nordhofer Butterakademie wurde ebenso bedacht wie die für das Dorf wichtige Rinderhaltung und die Trockenlegung des Luches zwecks Urbarmachung für die Landwirtschaft. Vom Kleinkind bis zum Ruheständler reichte die Palette der Darsteller. Alle winkten den vielen Zuschauern fröhlich zu.

Schließlich erreichte der Tross sein Ziel. An zentraler Stelle hatten sich bereits viele Schaulustige versammelt und filmten mit ihren Smartphones die Ankunft der Wagen. Noch war die Steinplatte zum 300-jährigen Ortsbestehen verhüllt. Noch fehlte der metallenen Zeitkapsel, die ins Erdreich versenkt werden sollte, der Inhalt. Superintendent Thomas Tutzschke und Pfarrer Detlev Schöpp weihten das Denkmal ein. Wer künftig an dieser Stelle verweile, werde womöglich über die Geschichte des Ortes nachdenken, aber auch darüber, was die Menschen dafür tun können, "dass es auch künftig in Königshorst Frieden für die Kleinen und Großen gibt", sagte Tutzschke.

Lob der Bürgermeisterin

Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke (parteilos) lobte den heutigen Gemeindeteil Königshorst. Der Ort sei etwas ganz Besonderes. Dem Preußen-König Friedrich Wilhelm I. verdanke das Dorf seinen Namen, denn er habe es aus der Taufe gehoben. Das Luch war gerade trockengelegt worden, als 1719 die ersten Gebäude in Königshorst entstanden. Im Ortsteil Nordhof entstand 1732 die Lehranstalt für Butter- und Käsezubereitungen, die 1780 als Butterakademie in den Stand einer Ordentlichen Akademie erhoben wurde. Nur dem wandernden Schriftsteller Theodor Fontane habe die Nordhofer Butter nicht geschmeckt, sagte Behnicke. Viel wichtiger aber sei, dass Königshorst Teil einer einzigartigen Kulturlandschaft ist, die viele Menschen zu ihrer Heimat gewählt haben. Ihr großes Dankeschön gelte den Organisatoren, Vereinen und Privatleuten, denen es gelungen ist, dieses große Fest auf die Beine zu stellen. Auch die Chronik zum Jubiläum sei sehr gelungen.

Dann wurde die Zeitkapsel mit mehreren Dokumenten, darunter der aktuelle Ruppiner Anzeiger, gefüllt, ehe sie verschweißt und nahe des Denkmals im Erdreich versenkt wurde. Das Publikum applaudierte kräftig. Dann schoss die Fehrbelliner Schützengilde eine Ehrensalve.

Im Anschluss begann ein buntes Markttreiben, an dem sich viele Biobetriebe der Region mit ihren landwirtschaftlichen Erzeugnissen beteiligten. Im Gebäude der Feuerwehr wurden zudem den ganzen Tag lang Bilder zur Ortsgeschichte gezeigt. Modenschau, Schminkstand und Ponyreiten trugen ebenso zum Wohlfühlen von Groß und Klein bei wie eine Vielzahl kulinarischer Genüsse. Der Tag klang mit Tanz unter freiem Himmel zur Musik von DJ Sven aus.

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