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Pferdesport
Im flotten Tempo über Hecken und durchs Wasser

Freute sich nach dem letzten Sprung riesig: Eileen Harten vom RFV Ahrensfelde auf Mighty Moonlight
Freute sich nach dem letzten Sprung riesig: Eileen Harten vom RFV Ahrensfelde auf Mighty Moonlight © Foto: Britta Gallrein
Britta Gallrein / 14.08.2019, 23:45 Uhr
Weesow "Das hast du so super gemacht", ruft Eileen Harten und klopft ihrem Schimmel Mighty Moonligt begeistert den Hals. Auch wenn die beiden gleich am ersten Sprung eine Verweigerung hatten und einige Zeitfehler sammelten, war die 16-Jährige, die für den RFV Ahrensfelde startet, rundum zufrieden. Denn für sie und den zehnjährigen Wallach war es der erste Geländeritt ihres Lebens.

Landestrainer war vor Ort

Der Verein PSV Pro Aloro hatte zum ersten Geländetag auf die Reitanlage Qualitz in Weesow eingeladen. "Bei einem Gelände-Lehrgang hat die Trainerin vorgeschlagen, hier doch mal ein Turnier auszurichten, weil die Bedingungen so gut sind", berichtet Katrin Seehawer vom Verein. Unterstützung bekam man vom Landesverband Vielseitigkeit. Landestrainer Bernhard Pede war selbst vor Ort. "Ich freue mich sehr über dieses Turnier, weil wir im östlichen Brandenburg nicht so viel Vielseitigkeits-Veranstaltungen haben.". Dabei könne man mit der Entwicklung des Sports in Brandenburg generell zufrieden sein. "Der Nachwuchs kommt", weiß Pede. "Die müssen wir über solche E-Prüfungen, wie es sie hier gibt, heranführen." Eine Schwierigkeit für Einsteiger sei oft schon das hohe Grundtempo im Gelände. "Das flüssige Vorwärtsreiten ist vielen verloren gegangen. Früher ist man oft im Gelände geritten, heute sind alle in Hallen oder auf kleinen Plätzen unterwegs. Da verlernt man es, fleißig nach vorn zu reiten."

Cavatina, genannt "Schantalle"

Das war auch ein wenig das Problem von Eileen Harter und ihrem Mighty. "Aber ich bin total zufrieden. Wir starten normalerweise in Dressur- und Springprüfungen. Jetzt haben wir hier den Lehrgang mitgemacht und wollten es einfach mal probieren."

Ronja Biermann und Cavatina sind unter den wenigen, die mit der Zeitbegrenzung keine Probleme hatten, sie fegten nur so über die Sprünge. "Damit hätte ich niemals gerechnet", strahlt die junge Reiterin vom RFV Stolzenhagen. Cavatina, genannt "Schantalle", ist eigentlich das Pferd ihrer Mutter. "Wir haben sie mal gekauft, damit wir im Urlaub am Meer zusammen ausreiten können", sagt Ronja lachend. Den ungewöhnlichen Spitznamen habe die Fuchsstute, weil sie so tollpatschig sei. "Sie gibt sich immer Mühe, aber manchmal klappt das nicht so", erzählt sie lachend. Was ihr an der Disziplin gefällt? "Man braucht eine gute Kommunikation mit dem Pferd, muss oft sehr schnell Entscheidungen treffen und es ist einfach mehr los als bei Springen oder Dressur."

Ob es im kommenden Jahr wieder einen Geländetag in Weesow geben wird, stehe noch nicht fest, sagt Mit-Veranstalterin Katrin Seehawer, "Wir wollen nächstes Jahr eventuell ein offizielles Turnier machen. Für welche Disziplinen, wissen wir aber jetzt noch nicht."

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