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Tierschutz
Kreis wehrt sich gegen Vorwürfe von Linower Pferdehalterin

Neben Stroh und Heu erhalten die Pferde in Obhut des Kreises auch Spezialfutter.
Neben Stroh und Heu erhalten die Pferde in Obhut des Kreises auch Spezialfutter. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 15.08.2019, 18:36 Uhr
Linow (MOZ) Eine Eigentümerin der von der Kreisverwaltung sichergestellten Linower Pferde wirft der Behörde vor, die Tiere nicht ausreichend zu versorgen. Die Vierbeiner sollen minderwertiges Futter erhalten. Amtstierärztin Simone Heiland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Wie Staatsanwalt Detlef Hommes bestätigte, liegt eine Anzeige gegen die Kreisverwaltung vor. Die Ermittlungsbehörde prüft nun, ob ein Anfangsverdacht vorliegt. Kreisveterinärin Heiland ist offiziell zwar noch nicht über die Anzeige informiert worden, ist über die Anwürfe aber bereits im Bilde. Die Eigentümerin verbreitet ihre Kritik an der Verwaltung unter anderem auch über die sozialen Netzwerke im Internet. Unter anderem wird dort behauptet, eine Stute erhalte nicht das Futter, das sie benötigt. Das sollen auch zwei Bilder belegen, die angeblich dasselbe Tier zeigen sollen: einmal scheinbar gut genährt auf ihrer alten Weide, einmal abgemagert in Obhut des Landkreises. "Bei den Fotos ist die Frage, ob es überhaupt die gleiche Stute ist, und wann sie entstanden sind", so Heiland. Auf dem sozialen Netzwerk ist auch das Bild dieser Zeitung eines offenbar abgemagerten Tieres geteilt worden. Darüber wird behauptet, dass das abgebildete Pferd da bereits in der Beschlagnahme des Kreises sei. Tatsächlich entstand das Foto auf der Koppel in Linow, an jenem Tag, an dem die Tiere sichergestellt worden sind.

"Wir kümmern uns um die Tiere, es geht ihnen gut", versicherte Simone Heiland. Jedes der Pferde erhalte zu seinem normalen Heu zusätzliches Spezialfutter. "Wir gucken darüber hinaus, wo noch eine Spezialfütterung notwendig ist. Eine Stute ist beispielsweise tragend. Wir haben auch eine weitere tragende Ammenstute. Sie erhalten nochmals spezielles Futter."

In ihrem Beitrag im Internet behauptet die Eigentümerin, ein Tier würde das Futter verweigern. Das will sie aus der Ferne beobachtet haben. Der Wachdienst lässt sie nicht auf das Gelände. Die Halterin äußert ihre Sorge, die Stute könnte das Wochenende nicht überleben. Laut Heiland ist diese Sorge unbegründet. "Weil die Altstute tragend ist, sieht sie nicht bemuskelt aus. Es verweigert aber keines der Tiere das Futter. Es besteht auch kein lebensbedrohlicher Zustand. Mir ist eher unverständlich, warum das Tier überhaupt gedeckt wurde, obwohl es in einem sehr mäßigen Ernährungszustand war", so die Amtstierärztin. Die Kreisverwaltung setze jedoch alles daran, dass die Stute ihre Trächtigkeit gut übersteht.

Wie es mit den Pferden weitergeht, ist nach wie vor offen. Laut Heiland müssen noch immer die Besitzverhältnisse geklärt werden.

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