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Tatort-Kommissar Fabian Hinrichs dreht für "Die Entdeckung der Heimat - Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg" in Kienitz.

Fernsehen
Franken-Tatort-Kommissar Fabian Hinrichs dreht für TV-Event in Kienitz

Cornelia Link-Adam / 16.08.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 16.08.2019, 10:26
Kienitz (MOZ) Kienitz als Dreh-Kulisse? Am Gasthaus "Am Hafen" weiß davon am Donnerstagvormittag niemanden etwas. Hier ziehen die Radler oben auf dem Oderdeich vorbei oder stoppen für einen Imbiss. Gedreht wurde in Kienitz aber tatsächlich – nur wenige Meter entfernt an der Hafenmühle.

Hier haben Regisseur Johannes Unger und sein Team aus einem halben Dutzend Fachleuten für zwei Tage ihre Requisiten ausgepackt. Drei Autos reichen dafür. Viel wird umhergetragen, dann ruft Unger, zugleich Chef der rbb-Abteilung Dokumentation  und Zeitgeschehen, plötzlich "Ruhe, wir drehen". Radfahrer werden angehalten, auch das Mähfahrzeug auf dem Deich muss weg. Eine Drohne steigt auf, kreist über einem Schreibtisch oben auf dem Oderdeich und fliegt davon. Die Einstellung ist nach zwei Wiederholungen im Kasten. Kameramann Thomas Lütz, begleitet von seinen Drohnen-Spezialisten Jan Obanski und Norman Gäßler, ist zufrieden.

Durchatmen kann auch Fabian Hinrichs in seinem grauen Anzug. Bekannt als Kommisar im Franken-Tatort der ARD und Star der Berliner Volksbühne steht der Neu-Potsdamer gern in Kienitz für das rbb-TV-Event "Die Entdeckung der Heimat – Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg" vor der Kamera.  Er präsentiert den Fünfteiler, zitiert viel Text vom Dichter und ist der Moderator. Dreh- und Angelpunkt ist der Schreibtisch. Von dort aus wird auf den Spuren des Dichters in fünf Orten im 19. Jahrhundert nach der Buchvorlage gewandelt. Hinrichs hat schon an der Scheune der Hafenmühle eine längere Textpassage abgedreht, sitzt nun auf dem Deich. Und blickt ins Weite nach Polen. "Die Landschaft hier erinnert mich an zuhause, an Norddeutschland", erzählt er. Hier sei er noch nie gewesen, fügt er an. Fontane habe er schon immer gemocht, auch rein privat. Schließlich studiert der Schauspieler nebenbei an der Fernuni Literaturwissenschaft und Philosophie. Doch immer wieder kommen Dreharbeiten dazwischen. So wie jetzt auch für Fontanes Entdeckertour. "Der ist in einem Atemzug mit Thomas Mann zu nennen, wird aber leider stiefmütterlich behandelt", betont Hinrichs. Fontane schreibe anmutig, leicht, ironisch, das möge er sehr. "Da mischt sich toll der Witz mit dem Tragischen, Kleines mit Großem", sagt er und muss schon wieder ans Set.

Ausstrahlung ab 17. Dezember

Ums Oderland geht es in der zweiten der fünf Folgen (jeweils 45 Minuten), fügt Regisseur Johannes Unger an. Drehs in Letschin, Schiffmühle, Tamsel und Friedersdorf sind dafür schon im Kasten. Aktuell drehe man nur noch die Moderation von Fabian Hinrichs. Er war bereits in Neuruppin, Hohenwutzen, Beelitz. Es folge noch Jamlitz. Kienitz sei fürs Oderland  ideal, ein symbolträchtiger und idyllischer Ort, sagt Hinrichs. "Die Zuschauer werden neben Fontanes Wanderungen auch ein Gefühl dafür bekommen, was im 19. Jahrhundert hier passiert ist."

Schlafen werden alle in Golzower "Gasthof Wagner". Während der Drehstunden in Kienitz sorgen Franziska Labes und Jörg Hannemann von der Hafenmühle für Getränke, Salat, Kuchen und Kartoffelsuppe. Heute dreht das ganze rbb-Team bei geöffnetem Café-Geschäft erneut an der Hafenmühle. Ausgestrahlt wird der Fünfteiler ab 17. Dezember.

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