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Die Themen für ein Kinder- und Jugendparlament sind reichlich. Was fehlt sind die Kinder und Jugendlichen. Daher: jetzt bewerben.

Beteiligung
Nachwuchspolitiker gesucht

Im Sitzungssaal des Rathauses: Dort soll demnächst auch das Kinder- und Jugendparlament der Stadt Wriezen tagen, erklärt Fachbereichsleiterin Angelika Kerstenski.
Im Sitzungssaal des Rathauses: Dort soll demnächst auch das Kinder- und Jugendparlament der Stadt Wriezen tagen, erklärt Fachbereichsleiterin Angelika Kerstenski. © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 16.08.2019, 06:45 Uhr
Wriezen (MOZ) Nach den Änderungen der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg, die mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger und damit auch Kinder und Jugendliche am politischen Prozess vorsehen, hatten sich die Wriezener Stadtverordneten im Januar mit dem Thema befasst und die Hauptsatzung geändert. Nun stehen die nächsten Schritte an, um eine stärkere Mitwirkung der jüngeren Generation zu ermöglichen. So soll nun auch in Wriezen ein Kinder- und Jugendparlament gegründet werden.

Gesprächsangebot an Schulen

Informationen dazu sind im Internet abrufbar, darunter die Unterlagen zur Bewerbung um einen Sitz im Kinder- und Jugendparlament für die Wahlperiode 2019 bis 2021. Angelika Kerstenski, Fachbereichsleiterin Zentrale Dienste und Finanzen, hat zu dem Thema zudem mit Sybille Berner, Leiterin der Grund- und Oberschule "Salvador Allende" sowie mit Annette Hollitzer-Bennör gesprochen, die an der Spitze der Evangelischen Johanniter-Schulen steht. So sei vereinbart, dass in den Einrichtungen die Infoblätter zum Kinder- und Jugendparlament verteilt werden.

Darüber hinaus gebe es das Angebot für Gespräche, darunter zum Beispiel in der Schulkonferenz, um für das Kinder- und Jugendparlament zu werben und bei Bedarf auf Fragen zu antworten. Dafür stehe, so Angelika Kerstenski, natürlich auch Bürgermeister Karsten Ilm (CDU) gern zur Verfügung.

Beiden macht es sichtlich Freude, mit dem Kinder- und Jugendparlament etwas Neues mit auf den Weg zu bringen. Vorgesehen sei, dass dem Gremium analog der Stadtverordnetenversammlung 18 Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene angehören. Interessierte der Altersgruppen zwischen zehn und 27 Jahren können sich bis zum 12. September für das Parlament bewerben. Bereits tags darauf besteht zwischen 10 und 12 Uhr die erste Möglichkeit zur Stimmabgabe. Der eigentliche Wahltag ist jedoch für den 17. September vorgesehen. Von 8 bis 18 Uhr kann dann im Bürgerservice der Stadtverwaltung – also im Erdgeschoss des Rathauses in der Freienwalder Straße 50 – gewählt werden.

Wichtig für Bewerber: Sie besuchen die Schule oder befinden sich in Ausbildung beziehungsweise Studium. Die Älteren ab dem 18. Lebensjahr müssen einen entsprechenden Nachweis vorlegen. Und klar: Der Wohnsitz ist in Wriezen oder in einem seiner Ortsteile. Das Bewerbungsformular kann auf der Internetseite der Stadt abgerufen oder  im Bürgerservice abgeholt werden.

Auf dem Bewerbungsbogen sind neben Angaben zur Person und einem Foto unter anderem Hinweise zu Hobbys und Interessen sowie den Gründen der Bewerbung erforderlich. Bei Minderjährigen ist zudem die Unterschrift eines gesetzlichen Vertreters erforderlich, bei den meisten sind das Mutter oder Vater. Eine Erklärung zum Datenschutz ist ebenfalls Pflicht – aber die mit Bewerbungsbogen insgesamt zwei Seiten sind ja bereits vorbereitet und das Ausfüllen deshalb kein großer Akt.

Über das Kinder- und Jugendparlament sollen künftig Meinungen und Ideen in die Stadtverordnetenversammlung getragen werden. Bestimmt werden soll aus deren Reihen noch ein konkreter Ansprechpartner, der die Verbindung zum Nachwuchsparlament halten soll. Seitens der Stadtverwaltung wird Henriette Mundt diese Aufgabe übernehmen, berichtet Angelika Kerstenski. Die pädagogische Begleitung liege beim Christlichen Verein Junger Menschen Oderbruch.

Vorgesehen sei, dass das Kinder- und Jugendparlament alle zwei Monate zusammentritt. Obwohl vieles, so die Rathausmitarbeiterin, bei dem Thema noch offen ist. "Da wünschen wir uns natürlich Vorschläge." Je nach Zusammensetzung könnte es zum Beispiel einen Kinder- und einen Jugendausschuss geben, um die einzelnen Altersgruppen konkreter zu berücksichtigen. Auch soll das Gremium über finanzielle Mittel verfügen und über kleinteilige Maßnahmen autark entscheiden können. An ein kleines Sitzungsgeld sei ebenfalls gedacht. "Wir möchten, dass die Kinder und Jugendlichen bei der Stange bleiben, auch wenn es zwischendurch mal etwas Leerlauf gibt, weil bestimmte Dinge erst in anderen Gremien beraten oder geplant werden müssen."

Informationen:www.wriezen.de. Mehr zum Thema auch unter www.politische-bildung-brandenburg.de – am besten den Begriff Jugendparlamente suchen – oder www.machs-ab-16.de.

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