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Juliana Hrymon bewirbt sich als Bürgermeisterin von Werneuchen. Sie will die Verwaltung bürgernäher gestalten.

Kommunalpolitik
Bürgermeisterkandidatin für Werneuchen will einiges anders machen

Unkonventionell: Bürgermeister-Kandidatin Juliana Hrymon (Die Partei)
Unkonventionell: Bürgermeister-Kandidatin Juliana Hrymon (Die Partei) © Foto: Privat
Kerstin Ewald / 16.08.2019, 07:00 Uhr
Werneuchen (MOZ) "Dinge einfach mal anders angehen" – lautet das Wahlkampfmotto von Juliana Hrymon. Es prangt auf den Plakaten, die sie derzeit in Werneuchen und den Ortsteilen aufhängt. Unter dem Schriftzug sieht man die Kandidatin mit blonden Zöpfen, wie sie ein Pferd in die Luft stemmt. Die Fotomontage sticht ins Auge und das ist genau die Absicht von Juliana Hrymon und ihren Unterstützern, wie die 35-Jährige erklärt. Das Foto ruft bei vielen das Bild von Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf in Erinnerung, symbolisiert Stärke und Unkonventionalität. "Wenn ich Bürgermeisterin von Werneuchen wäre", so Juliana Hrymon im Gespräch mit der MOZ, "würde ich einiges anders machen als bisher." Dabei könne man die Stadtverwaltung auch als renovierungsbedürftige Kutsche sehen. Das Grundgerüst müsse bestehen bleiben, am Aufbau könne man vieles verbessern. Auch wenn es bei manchen den gegenteiligen Anschein erweckt, Juliana Hrymons Bewerbung ist völlig ernst gemeint. Sie will die Chefin der Werneuchener Verwaltung werden. Satirische Aktionen ihrer prominenten Parteikollegen sind nicht ihr Ding. Sie schätzt an Die Partei, dass sie ihre Kandidaten nicht in ein detailliertes Wahlprogramm presst.

Fähig und in der Lage – um im Bild zu bleiben – den Verwaltungs-Wagen zu fahren, ist Juliana Hrymon. Da ist sie sich einig mit Mirko Schlauß, Parteikollege und Stadtverordneter, der sie zum MOZ-Gespräch begleitete. Beide weisen auf Juliana Hrymons berufliche Erfahrung hin. Sie arbeitet bei einer brandenburgischen Behörde und hat ihren Beruf als Verwaltungsfachangestellte in der Berliner Verwaltung gelernt. Mehr als zehn Jahre war sie aber auch in der freien Wirtschaft tätig. Ein betriebswirtschaftliches Studium der Fachrichtung Gesundheitsökonomie schloss sie berufsbegleitend ab.

Servicegedanken groß schreiben

Als Verwaltungschefin würde die Reiterin Hrymon die Außenwirkung der einzelnen Ämter modifizieren. "Das Wort ‚Bürger’ ist für mich veraltet", so die Kandidatin, "die Leute sind Kunden und wollen auch so behandelt werden, dabei steht der Servicegedanke klar im Vordergrund." Das Engagement von Anwohnern müsse grundsätzlich positiv in die Arbeit der Verwaltung integriert werden. Mehr Zufriedenheit könne man schon mit kleinen Änderungen erreichen. Der Paddenpfuhl müsste gereinigt werden und das Ordnungsamt sollte mehr Präsens an Brennpunkten zeigen. Dies seien Erkenntnisse aus vielen Gesprächen mit Werneuchenern, die sie zum Beispiel beim Plakatekleben führte.

Ansonsten pflegt die Kandidatin einen starken Realismus. "Eine Bürgermeisterin muss die Verwaltung gut führen und repräsentieren", so Juliana Hrymon,  "die vielen Vorschläge und Ideen der anderen Kandidaten, die jetzt im Wahlkampf fallen, können zum Teil nicht alleine vom Bürgermeister umsetzt werden."

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