Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Kunst
Fotokunst am Neuruppiner Bollwerk

Verarbeitet oft mehrere Motive: Barbara Töpper-Fennel legt zwei Bilder übereinander und schafft dadurch für den Betrachter besondere Stimmungen.
Verarbeitet oft mehrere Motive: Barbara Töpper-Fennel legt zwei Bilder übereinander und schafft dadurch für den Betrachter besondere Stimmungen. © Foto: Markus Kluge
Markus Kluge / 16.08.2019, 08:29 Uhr
Neuruppin (MOZ) Wer die Bilder von Barbara Töpper-Fennel sieht, taucht sofort in eine Vielschichtigkeit ein. Ein zarte Ebene mit Gräsern liegt über dem glatten Gesicht einer Frau, die raue Rinde eines Baumes wird eins mit dem Antlitz eines Jungen. Eine Doppelbelichtung?

"Nein, die Motive habe ich mit Photoshop übereinandergelegt", sagt die Künstlerin. Am Computer mit einem speziellen Programm für Bildbearbeitung hat sie also die beiden Ebenen zu einer verschmolzen – und das obwohl Barbara Töpper-Fennel die Doppelbelichtung, wie sie viele Fotoapparate ermöglichen, trotzdem gerne nutzt. "Dafür brauche ich dann aber auch immer sofort beide Motive, die zueinander passen", sagt die Fotografin. Das Computerprogramm ermögliche ihr hingegen Aufnahmen zu verbinden, die im Abstand vieler Jahre entstanden sind. Diese Möglichkeit möchte die gebürtige Hamburgerin, die nach Zwischenstopps in Berlin und Südamerika nun in Barsikow bei Wusterhausen zuhause ist, nicht missen.

Ihre Fotomontagen und ihre Fotos hat Barbara Töpper-Fennel unter den Titel "Der Augenblick der Melusine" gestellt  – auch in Anspielung auf die besondere Romanfigur aus Theodor Fontanes Roman "Der Stechlin". Natürlich dürfen in der Schau auch Aufnahmen vom See nicht fehlen.  Das Element Wasser kommt in fast allen Bildern vor – als Gewässer, als Regen, Nebel oder Eis. Es steht dabei als Symbol für die Flüchtigkeit, das trügerische Moment, das Traumhafte oder das Erstarren  – für alles das, was es in Liebesbeziehungen auch gibt. Die Vernissage beginnt am heutigen Freitag um 19 Uhr in der Seepromenade 10. Zur Einführung spricht Peter Fennel. Die Schau ist bis zum 21. September freitags bis sonntags von 12 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG