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Secondhand
Souvenirs und feine Roben

Annette Herold / 16.08.2019, 22:00 Uhr
Erkner (MOZ) Bianka Engel traute ihren Augen kaum, als sie die Plastetellerchen mit der Aufschrift "Tierpark Berlin" in der Woltersdorfer Stöberhalle entdeckte. "Die hatte meine Oma auch." Bianka Engel hat trotzdem widerstanden. "Man hat ja selber soviel Krempel", sagt sie schmunzelnd. Was sie nicht davon abhält, regelmäßig in der Fasanenstraße vorbeizuschauen und dort auch das eine oder andere Stück mitzunehmen. Wie die hölzerne Pyramide, die der Familie das vergangene Weihnachtsfest verschönert hat.

Vieles sei zu schade zum Wegwerfen, findet die Woltersdorferin. Das sieht Jörg Gräbnitz ganz ähnlich. Dass dennoch vieles im Müll zu enden droht, stellt er bei Haushaltsauflösungen immer wieder fest. Übernommen hat er das Geschäft von Wolfgang Jutz, und er führt auch die von seinem früheren Chef begründete Stöberhalle weiter.

Dort findet Platz und oft neue Käufer, was für den Müll zu schade, aber von den Erben der Besitzer nicht gewollt ist. Möbel zum Beispiel, Geschirr oder auch Erinnerungsstücke wie Fotoalben. Zu den Kunden von Jörg Gräbnitz zählen viele, die das Angebot so zu schätzen wissen, dass sie wie Bianka Engel regelmäßig vorbeischauen, mal etwas kaufen und beim nächsten Mal die Stöberhalle mit leeren Händen verlassen.

Auf gut Glück kommt auch, wer sich im Secondhandshop von Kristin Schubert in der Erkneraner Friedrichstraße umsieht. So gut wie jeden Tag etwas Neues könnten Kunden finden, sagt die Inhaberin. Spezialisiert hat sie sich vor allem auf Damenbekleidung, bietet aber auch Herrensachen, Computerspiele, und einige antike Stücke an. Wer Nachschub bringt, der vor den Augen der Fachfrau Bestand hat ("Es muss gewaschen, heil und bloß nicht altbacken sein."), kann die Ware auf Kommission da lassen.

Secondhand aus Leidenschaft

Die Stücke haben dann gute Chancen, von Sylvia Krüerke begutachtet zu werden. Sie ist Stammkundin und begeisterte Secondhand-Käuferin, wie sie erzählt. Anfangs, in der Ausbildung, aus finanziellen Gründen, heute aus Leidenschaft. Es sei nachhaltig, sagt sie über das Einkaufen aus zweiter Hand, und immer wieder überraschend. So hat sie ihr erstes festliches langes Kleid bei Christin Schubert gekauft – für einen Abi-Ball in der Familie.

Gerade solche Kleidung sei oft wenig getragen und noch für den nächsten großen Auftritt gut, findet die Händlerin. Viele Schuhe, die bei ihr zum Verkauf stehen, waren nie richtig im Einsatz. Die haben ihre Käuferinnen lediglich im Einkaufsbeutel nach Hause getragen.

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