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Brodowiner Kita begeht Festakt zum Einzug ins neue Domizil, das nach einem Jahr Bauzeit fertig ist.

Schlüsselübergabe
Mehr Platz für Seenzwerge

Marco Marschall / 17.08.2019, 09:00 Uhr
Brodowin (MOZ) Für ein wenig mehr Sonnenschein hätte Petrus am Freitagvormittag, an dem die offizielle Schlüsselübergabe für die neue Kita "Sieben-Seen-Zwerge" stattfand, schon sorgen können. Eine graue Wolkendecke hängt über Brodowin. Geduldig warten die Kinder, bis die Reden und Dankesbekundungen ein Ende finden. Dann können sie sich beim Popo-Tango aufwärmen – ein Tanz, den sie den Gästen vorführen. Vertreter von Gemeinde Chorin und Amt Britz-Chorin-Oderberg, Landrat Daniel Kurth sowie Baufirmen und Unternehmen aus dem Ort sind gekommen.

Fleißige Handwerker

"Wer will fleißige Handwerker sehen", singen die Kinder mit Gitarrenbegleitung und fleißig müssen die Handwerker tatsächlich gewesen sein. Am 2. Juli des vorigen Jahres war mit den Bauarbeiten in der Dorfstraße 19a begonnen worden. Schon am 5. August – nach kaum mehr als einem Jahr Bauzeit – konnten Kindergarten und Hort in die neuen hellen Räume einziehen.

Nach obligatorischem Scherenschnitt am Eingang wird das Haus von den Gästen besichtigt. Frischer Holzgeruch zieht noch durch die knapp 300 Quadratmeter. Mittelpunkt ist ein großer Aufenthaltsraum. Es gibt einen Toberaum, einen Kreativraum, Waschräume und mehr. Der Neubau bietet mehr Platz als der Vorgängerstandort. Für 26 Kinder ist das Haus ausgelegt. Von 15 Kindergarten- und zehn Hortkindern wird die Kita derzeit besucht. Ab null Jahren werden Kinder aufgenommen, berichtet Leiterin Daniela Köpke. Ein besonderer Clou am Gebäude: die 53 Quadratmeter große Terrasse, von der Kinder und Erzieher raus auf den Spielplatz und in die grüne Landschaft des Dorfes blicken.

"Ein Paradebeispiel für gelungene Kommunalpolitik im ländlichen Raum", nennt Amtsdirektor Jörg Matthes den Neubau. Ein Paradebeispiel, das im zweiten Anlauf glückte. Nachdem das Vorhaben im ersten Entwurf zu kostspielig zu werden drohte, wurde das Planungsbüro gewechselt. Mit Kristina Müssig vom Eberswalder Büro IBE waren die Verantwortlichen am Ende sogar derart zufrieden, dass es für die Planerin zur Schlüsselübergabe am Freitag Blumen gab.

Elf Lose, resümierte Matthes, seien für die Arbeiten vergeben worden – zum Großteil an Firmen aus Britz-Chorin-Oderberg und der näheren Region. Gesamtkosten von etwa 1,14 Millionen Euro wurden aufgewendet. Die Schlussrechnung liegt noch nicht vor. Fast 770 000 Euro bewilligte das Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung. 309 000 Euro schoss der Landkreis Barnim zu, sodass die Gemeinde Chorin noch einen Eigenanteil von 67 000 Euro einsetzen musste.

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