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Treckertreffen
Ein spannendes Ereignis, ein gelungener Tag

Bärbel Kraemer / 19.08.2019, 13:03 Uhr
Damelang Am Sonntag war ganz Damelang auf den Beinen. Zur Mittagsstunde standen bereits viele Dorfbewohner erwartungsvoll vor ihren Häusern. Nachdem bereits im Vorfeld dutzende Traktoren in den Ort gerollt waren, stand der vom Verein Ackeröler e.V. angekündigte Schlepperumzug unmittelbar bevor. Zu den Einheimischen gesellten sich viele auswärtige Gäste, die sich die Premiere des Damelanger Treckertreffens nicht entgehen lassen wollten.

Als die Polizei die L 85 die den Ort quert abgesperrt hatte, kündete lautes Hupen den Start des 85 Traktoren zählenden Korsos an. An der Spitze desselben: Der Damelanger Manfred Hoffman mit einem Traktor der Marke Eigenbau.

Es dauerte nahezu eine Stunde, bis der letzte Fahrer seinen Traktor durch das Dorf gesteuert und danach auf dem Festplatz abgestellt hatte. Für kurze Zeit verebbte der Klang der Motoren, wurde die Landtechnik zum bewunderten Ausstellungsobjekt.

Punkt 13.00 Uhr war es mit der Ruhe auf dem Festplatz jedoch schon wieder vorbei. Das erste Damelanger Treckerrennen begann. "28 Traktoren sind angemeldet", so Daniel Trautvetter vom gastgebenden Verein. Zuvor war bereits ausgelost worden, welche Traktoren jeweils paarweise im Rennen gegeneinander fahren sollten.

Die vorbereitete Rennstrecke war 100 Meter lang und mit Strohballen präpariert. Marco Thiele von den Treckerfreunden Trechwitz hatte die Moderation übernommen und erklärte in dieser Funktion auch die Modalitäten des Wettbewerbs, bei dem Schnelligkeit und Geschicklichkeit gefragt waren. Unter anderem musste die Rücktour im Slalom und im Rückwärtsgang gemeistert werden. Nacheinander rollten die über das Losverfahren ermittelten ungleichen Paare an die Startlinie. Traktoren mit wenig PS mussten gegen PS starke Schlepper fahren; alte gegen hochmoderne, kleine gegen große, die Marke Eigenbau sich gegen den Mercedes unter den Traktorenmarken beweisen. "Es geht allein um den Spaß", so Daniel Trautvetter über die ungleichen Paarungen. Die Gewinner sollten jeweils eine Runde weiter kommen und sich nach und nach für das große Finale qualifizieren.

Der Parcours war, als das Startsignal ertönte, bereits dicht umringt. Aus der Doppelgemeinde Damelang-Freienthal hatten sich sechs Teilnehmer für das Treckerrennen angemeldet. Mit Jonas Kraemer ging zugleich der jüngste Fahrer aus den Reihen der Gastgeber an den Start. Opa Uwe saß während des Rennens neben ihm auf dem Deutz. Obgleich Fortuna den beiden bei der Auslosung des Gegners hold war - sie fuhren gegen einen Deutz mit ähnlicher PS-Zahl und fast gleich alt - rollten die beiden nur als zweite über die Ziellinie. Im Rückwärtsfahren musste sich der elfjährige Jonas geschlagen geben. Als letzter Damelanger schied kurz vor dem Finale Willi Roubroeks aus. Er steuerte mit einem K-700 einen Giganten aus russischer Produktion über den Parcours.

Das Rennen zog sich über zweieinhalb Stunden und war an Spannung kaum zu überbieten. Am Ende siegten Mario Ewerth und Marvin Haseloff  vor Frank Schächter aus Golzow. Während die beiden Erstplazierten mit hochmodernen Fendt Traktoren der Brücker Agrar- und Landschafts GbR aufs sprichwörtliche Treppchen rollten, musste Frank Schächter für Platz drei bei seinem rumänischen UTB 500 ordentlich aufs Gaspedal treten.

Im kommenden Jahr, so das Versprechen der Planebrucher "Ackeröler", wird es wieder ein Treckertreffen geben. Bis dahin wird geschraubt, poliert, geplant, überdacht. "Ob wir den Wettbewerb dann unterteilen, müssen wir sehen. Darüber wird in der Auswertung nachgedacht", sagte Daniel Trautvetter nach einem für die Organisatoren überaus anstrengenden Tag. Das positive Echo aus den Reihen der Teilnehmer und des Publikums entschädigte die Organisatoren und Helfer für ihren Einsatz. Bereits am Abend zuvor waren sie im Dorf unterwegs gewesen und benetzten das Veranstaltungsareal mit Wasser, um Staubbelastungen zu vermeiden. "Es war eine toller Tag", zollte Ronald Trautvetter am späten Nachmittag den Veranstaltern seinen Respekt. Der Golzower war mit einem 46 PS starken Famulus Baujahr 1961 angereist und ins Rennen gegangen. Das er in der zweiten Runde gegen einen hochmodernen und leistungsstarken Fendt ausschied, nahm er gelassen und sagte "es war einfach eine super Gaudi".

Am 1. September, ab 10.00 Uhr, gibt es für alle Treckerfreunde das nächste Event. Das Treckertreffen in Trechwitz steht bevor.

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