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Gransee-App
Vereine sind noch skeptisch

Andrea Ziemke und Judith Behm vom Unternehmerverein im Gespräch mit den Landtagskandidaten Benjamin Raschke und Carla Kniestedt (rechts)
Andrea Ziemke und Judith Behm vom Unternehmerverein im Gespräch mit den Landtagskandidaten Benjamin Raschke und Carla Kniestedt (rechts) © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 20.08.2019, 09:30 Uhr
Gransee Weiter kräftig die Werbetrommel rühren Andrea Ziemke und Judith Behm vom Vorstand des Granseer Unternehmervereins für die Gransee-App. "Die App ist kein Selbstläufer", sagte Ziemke am Montag im Gespräch mit den Landtagskandidaten Carla Kniestedt und Benjamin Raschke (Bündnis 90/Grüne), die sich in Gransee über Infrastruktur im ländlichen Raum informierten.

Das Programm für Smartphones und Tablets, das Ende 2018 an den Start ging, werde von 50 bis 70 Leuten täglich genutzt. "Das ist für so eine kleine App schon beachtlich", so Ziemke. Aber:  Interessierte Unternehmer fragten oft danach, wie viele Nutzer sie erreichen könnten, bevor sie sich beteiligen. Die Granseer wollen dagegen ein breites Angebot in der App vorfinden, sonst sehen sie darin keinen Zusatznutzen. "Da beißt sich die Katze noch ein bisschen in den Schwanz", so Ziemke weiter.

Neuigkeiten aus der Region zur Verfügung gestellt von den lokalen Medien, der Müllkalender und die Veranstaltungsübersicht werden am meisten aufgerufen, so Christian Rupnow, Abteilungsleiter Kommunales und Kommunikation in der Granseer Amtsverwaltung.  Jeder, der Zugangsdaten habe, könne überdies Angebote einstellen. Man sei dabei, die Unternehmer zu etwas mehr Fantasie zu ermutigen, etwa ihren Kunden nicht nur Prozente, sondern auch originelle Aktionen zu bieten. Noch mit großer Reserviertheit reagierten örtliche Vereine. Dabei haben diese die Möglichkeit, sich kostenlos zu präsentieren, betont Judith Behm.

Eine Gransee-App soll das Programm vorläufig bleiben, so Regio-Nord-Chef Olaf Bechert auf Nachfrage von Kniestedt. Was jedoch nicht heiße, das eine Erweiterung in das Mittelzentrum in Zukunft ausgeschlossen sei. Dafür bräuchte es aber einen zentralen Ansprechpartner wie den Granseer Unternehmerverein auch in den Städten Fürstenberg und Zehdenick, sonst sei das Projekt dort nicht vorstellbar. Finanzielle Vorsorge im Kooperationsfonds werde für diesen Fall aber getroffen.

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