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Fontane.200
Gaudeck zeigt den Europäer im Märker

Beitrag im Fontane-Jubiläumsjahr: 42 Aquarelle des Berliners Hans-Jürgen Gaudeck sind bis 20. Oktober im Kulturzentrum zu sehen.
Beitrag im Fontane-Jubiläumsjahr: 42 Aquarelle des Berliners Hans-Jürgen Gaudeck sind bis 20. Oktober im Kulturzentrum zu sehen. © Foto: Weber
Simone Weber / 20.08.2019, 12:30 Uhr
Rathenow Mit der Ausstellung "Der Märker und Europäer: Theodor Fontane" leistet das Rathenower Kulturzentrum nun auch im Haus einen Beitrag im Jubiläumsjahr "Fontane.200".  Mit "Kultur auf Tour", Beginn war Anfang Juni in Bamme, zieht man sozusagen auf Fontanes Spuren über havelländische Dörfer.

Im Kulturzentrum sind nun 42 Aquarelle des Berliners Hans-Jürgen Gaudeck zu sehen. Sie zeigen nicht nur Sehenswürdigkeiten der Mark und deren Landschaft, die Fontane bereiste, sondern auch Ansichten von anderswo, wie sie der Dichter auf seinen Reisen sah. "Fontane ist ein wahrer Europäer. Er bereiste Frankreich, Italien, Dänemark, Österreich, die Schweiz und vor allem Schottland und England", so Karl-Heinrich von Bothmer in seiner Laudatio während der Vernissage am Samstag. "Mit seinen Farben im Gepäck geht Hans-Jürgen Gaudeck auf Fontanes Spuren." Zuvor setze er sich intensiv, anhand von Fontanes Reisebeschreibungen wie "Jenseits des Tweed" oder Briefen, mit den Reisen auseinander. "Der Aquarellist Gaudeck setzt Fontanes Sprache in Bilder um. Sie sind lichtdurchflutet und im Motiv aufs Wesentliche reduziert; ausdrucksstark, aber vor allem auch einfach schön", lobte von Bothmer. Der Potsdamer und frühere Forstbeamte lernte Hans-Jürgen Gaudeck 2010 kennen. Mit dem Verein "Ars Sacrow" zum Erhalt des Schlosses in Potsdam-Sacrow hatte von Bothmer sodann  im Ort eine Ausstellung mit Gaudecks Aquarellen organisiert.

"Fontane wird häufig mit der Mark Brandenburg verbunden. Ich wollte versuchen, den Europäer Fontane darzustellen", so der Künstler am Samstag. "Versuchte mich an der Stimmungslage des Ortes, den Fontane beschrieb, zu orientieren. Versuchte die Luftigkeit der Texte aufzunehmen und so das Atmosphärische mittels Pinsel und Aquarellfarbe auf Papier zu bannen." Dies ist dem Aquarellisten bestens gelungen. Und dem Kulturzentrum sei es gelungen, die Aquarelle als "leichte Bilder" gut zu präsentieren, wie Hans-Jürgen Gaudeck bemerkte: "Ich bin angenehm überrascht, wie gut das Haus die Bilder aufnimmt."

Zur Ausstellungseröffnung sang die Gräningerin Andra Barz Fontane-Gedichte, die sie für ein eigenes Fontane-Programm vertonte. Zur Vernissage nutzten viele der rund 100 Besucher die Möglichkeit, mit Hans-Jürgen Gaudeck ins Gespräch zu kommen.

"Der Zauber steckt immer im Detail", sagte einst Theodor Fontane. Hier sind es die Details in Gaudecks Aquarellen. Die Ausstellung wird bis zum 20. Oktober gezeigt. Gemeinsam mit dem Künstler entstand zur Ausstellung ein Bildkalender 2020 mit Gaudecks Aquarellen.

In der Reihe "Rendezvous mit Fontane" im Kulturzentrum steht für den 5. September, 19.00 Uhr, nun Christel Weimar auf dem Programm. Sie schildert Fontanes Reisen auf Grundlage der Fontane-Bücher Gaudecks. Und am 19. September, 19.00 Uhr, stellt Klaus-Werner Haupt  sein Buch "London kommt. Pückler und Fontane in England" vor. Der Eintritt ist jeweils frei. Am 31. August, 15.00 Uhr, wird "Kultur auf Tour" in der Dammer Dorfkirche fortgesetzt.

Im Museumsshop

Der vom  Rathenower Kulturzentrum herausgegebene Kalender (A3-Format) für das Jahr 2020 mit ausgewählten Aquarellen aus der nun gezeigten Ausstellung ist auf 100 Stück limitiert. Er ist  im Shop des Optikindustriemuseums (Dachgeschoss) erhältlich. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 11.00 bis 17.00 Uhr.

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