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zu "Insta"-Aktivitäten von Polizisten
Fragwürdiges Treiben

12. Februar 2019 Mitarbeiter-Porträt der MOZ - Mathias Hausding. Foto: Gerrit Freitag
12. Februar 2019 Mitarbeiter-Porträt der MOZ - Mathias Hausding. Foto: Gerrit Freitag © Foto: Gerrit Freitag
Meinung
Mathias Hausding / 20.08.2019, 20:02 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Sie zeigen ihre Uniformen und viel nackte Haut, erzählen vom Alltag, machen Werbung für Turnschuhe und haben zum Beispiel auf "Instagram" teilweise mehr Fans als ihr Dienstherr.

Berliner Polizistinnen und Polizisten, die sich quasi im Nebenjob offensiv in sozialen Netzwerken im Internet präsentieren, werden zunehmend zu einer Herausforderung für die Behördenleitung. Die hat nun erkannt, dass sie diesem fragwürdigen Treiben nicht länger tatenlos zusehen kann. Ansehen und Respekt aller Beamten stehen auf dem Spiel. Wenn sich Polizistinnen vor Publikum in sexualisierten Posen zeigen, besteht die Gefahr, dass das auf alle Berufskolleginnen negativ zurückfällt und ihre Arbeit belastet.

Was tun? Einfach verbieten geht nicht und wäre auch unangemessen. Die "Insta-Cops" würden sich gegen ein solches Verbot mit viel Tamtam juristisch wehren und damit nur ihre Profile weiter aufwerten. Außerdem sucht die Polizei Nachwuchs. Da darf man junge Menschen nicht übermäßig gängeln. Auch können die Online-Auftritte, so lange alles im Rahmen bleibt, eine gute Werbung für den Job sein. Es ist der richtige Schritt, dass die interne Revision der Berliner Polizei nun klären will, was mit den Dienstpflichten vereinbar ist, und was nicht.

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