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Jubiläum
Im Handstand übern Tresen

Geballte Erfahrung: Fredersdorfer Alt-Handballer feiern den 70. Geburtstag von Gerd Raddi (mit Ball).
Geballte Erfahrung: Fredersdorfer Alt-Handballer feiern den 70. Geburtstag von Gerd Raddi (mit Ball). © Foto: Hans-Eberhard Fehland
Hans Eberhard / 21.08.2019, 06:30 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf Gerd Raddi feierte 70. Geburtstag und 13 seiner ehemaligen Handball-Mitspieler waren gekommen. Da kamen fast 1000 Jahre geballte Erfahrung im Fredersdorfer Sport zusammen. Die 14 schrieben ein Stück Geschichte im Ort und können  auch Geschichten erzählen.

Der Jubilar, dessen Familienname zugleich sein Spitzname ist, hatte in den 50er-Jahren mit dem Handball angefangen – natürlich zuerst auf dem Kleinfeld draußen, "denn größere Sporthallen gab es nach dem Krieg ja nicht". Raddi war über den Schulsport und Lehrer Rudi Herrmann zum Handball gekommen, erst als sogenannter Vorstopper, dann lange Jahre als Torhüter. Bei 1,88 m eigentlich kein Wunder.

"Klaus Häcker war der Spielertrainer von der Jugend bis zu den Männern, und mit der Mannschaft ging es hoch bis zur Bezirksliga und wieder runter", erinnert er sich. Der gelernte BMSR-Techniker und spätere Lehrausbilder in den Rüdersdorfer Zementwerken ist noch gut beisammen, wie man so sagt. Fit hält sich Raddi, seit 45 Jahren mit Ehefrau Angelika verheiratet, mit Gärtner-Arbeiten und Radtouren. "Täglich zehn Kilometer über Bruchmühle und Petershagen mache ich bei ‚normalem‘ Wetter."

Wette gewonnen, Lokal offen

Roland Schulz war 1970 der Assistent von Klaus Häcker, als die Frankfurter Bezirksauswahl der Schüler (Jahrgang 1959) überraschend in Weißwasser den Pionierpokal gewann. Dabei war u. a. Hans-Georg Beyer, der ein Jahr später zur Frankfurter Sportschule delegiert und 1980 Olympiasieger wurde. Schulz, heute 68 Jahre alt, kann sich wie der langjährige Handball-Abteilungsleiter Jürgen Behrens (75) an manche Schnurre erinnern.

Anfang der 70er-Jahre hatte man ein Turnier in Arneburg bei Stendal gewonnen und feierte das ausgiebig in der Gaststätte. Der Wirt wollte nach Mitternacht die Schotten dichtmachen, als Häcker (78) eine Wette anbot: Wenn er im Handstand die Länge des Tresens schafft, bleibt der Laden offen. Der Hintergrund: Es regnete und der erste Bus zum Bahnhof sollte erst gegen 5 Uhr fahren. Klaus Häcker gewann die Wette tatsächlich .

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