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Spende
Renate Gruber hat ein Herz für Krangen

Die Freude ist groß: Renate Gruber sitzt auf einem der neuen Stühle, dahinter Vereinsvorsitzende Angela Stankoweit, der stellvertretende Vorsitzende Bernd Joachimsmeier und die Krangener Kirchenälteste Susann Wernicke (von links).
Die Freude ist groß: Renate Gruber sitzt auf einem der neuen Stühle, dahinter Vereinsvorsitzende Angela Stankoweit, der stellvertretende Vorsitzende Bernd Joachimsmeier und die Krangener Kirchenälteste Susann Wernicke (von links). © Foto: Holger Rudolph
Holger Rudolph / 22.08.2019, 17:44 Uhr
Krangen 80 neue Holzstühle gehören jetzt auch ganz offiziell zum Inventar der Krangener Kirche. Im Juni waren die klar geformten hellen Sitzmöbel eingetroffen. Am Mittwochabend dankten der Förderverein zur Erhaltung der Krangener Dorfkirche und der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin der "Renate & Roland Gruber Stiftung" für ihre Spende. Von den 9 000 Euro Gesamtkosten trägt die Stiftung 5 000 Euro.

Bevor "Birnenkuchen mit Lavendel" als letzter Film der Sommerkino-Reihe im Gotteshaus lief, bedankten sich Kirchengemeinde und Verein bei Renate Gruber auf das Herzlichste für die Spende, die nur eine in einer ganzen Reihe von Zuwendungen durch die Stiftung zwecks Sanierung der Kirche ist.

Stiftung 2012 gegründet

Familie Gruber gehörte früher in Berlin ein großes Möbelgeschäft. 2015 verstarb Roland Gruber im Alter von 93 Jahren. Die Stiftung hatten er und seine Ehefrau Renate bereits 2012 gegründet. "Anderen helfen, indem man Gutes weitergibt", so lautet die Maxime ihrer gemeinnützigen Initiative. Hilfsbedürftige Kinder sowie Demenz- und Krebskranke werden durch sie ebenso unterstützt wie unter Denkmalschutz stehende Gebäude von historischem Wert.

Am Mittwoch erzählte Renate Gruber, wie es zu ihrer Hilfe für die Kirche in Krangen kam. Sie und ihr Ehemann hätten über viele Jahre hinweg eine Zweitwohnung im Dorf gehabt. Ihr Mann war leidenschaftlicher Jäger. Fast jedes Wochenende, oft auch zu anderen Zeiten, lebten sie in Krangen statt am Hauptwohnsitz in Berlin. Aus dem Küchenfenster hatte das Paar einen guten Blick auf das Gotteshaus. Erschreckend sei dessen Zustand gewesen. Für die Grubers stand fest, dass sie etwas für das zentrale Gebäude im Dorf unternehmen würden.

Enge Zusammenarbeit

Mit dem inzwischen verstorbenen, damaligen Alt Ruppiner Gemeindepfarrer Traugott Kuhnt besprachen sie, was am dringendsten in Stand gesetzt werden müsste. Die erste Spende der Grubers belief sich auf 25 000 Euro. Bürger aus dem Ort hatten weitere 12 000 Euro zusammengetragen. Dach, Fassade, Fenster und Türen profitierten vom Engagement der Spender. Seit 2010 arbeiten die Grubers eng mit dem zu diesem Zeitpunkt gegründeten Förderverein zusammen.

Bei der Auswahl der Stühle hat die Berlinerin darauf geachtet, dass diese eine einfache und klare Linienführung haben, aus Holz und stapelbar sind sowie sich im Bedarfsfall mit Hilfe von Metallbindern in festen Reihen aufstellen lassen. Wenn am 21. September "Die Couchies" dem Publikum mit ihrem Swing gefallen wollen, dann werden die Zuhörer dank der neuen Stühle viel besser und bequemer als bisher sitzen.

Doch es bleibt noch viel zu tun an und in der Krangener Kirche. Durchgangstür und Altar müssten saniert werden. Läutanlage und Glocke stehen ebenfalls auf der Wunschliste des Fördervereins. Auch die Decke, von der ursprünglich sehr viele aufgemalte Sternlein leuchteten, soll wieder in den Originalzustand gebracht werden. Renate Gruber will mit ihrer Stiftung auch weiterhin die Arbeit des Vereins und der Krangener am Gotteshaus unterstützen.Zum Ausklang des Filmsommers feierten der Verein und seine Gäste am warmen Spätsommerabend bei Kaffee und Kuchen auf dem Kirchhof. Das Treffen hatte etwas von einer in Freundschaft zusammenhaltenden Großfamilie, wie es sie heute nur noch selten gibt. Gemeinsames Interesse verbindet. Viele Freundschaften entstanden schon.

Die Schinkelkirche in Krangen (1sp Kruschel)

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel

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