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zum Lehrermangel
Besser verkaufen

Christopher Braemer
Christopher Braemer © Foto: privat
Meinung
Christopher Braemer / 22.08.2019, 20:30 Uhr
Potsdam (MOZ) Keine Verantwortung für Kinder – das wirft die GEW der Landesregierung vor. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Denn egal wie man die Zahlen dreht, Fakt ist: Die Arbeit in Brandenburg hat einen Nachteil, das gilt für Lehrer und andere Jobs gleichermaßen. Mehr Arbeit für weniger Geld. Wer also auf Cash aus ist, der geht zum Landesnachbarn Sachsen-Anhalt oder in den Süden und Westen Deutschlands. Bildungssache ist Ländersache, daran lässt sich nichts ändern. Doch die Arbeit in Brandenburg hat auch einen Vorteil: Es gibt die Chance für junge Menschen, sich zu beweisen. Wer Verantwortung übernehmen und Karriere machen will, der kommt nach Brandenburg. Das muss das Land Brandenburg besser verkaufen, wenn es junge Menschen locken will. Es reicht nicht, Grundschullehrern 500 Euro monatlich mehr zu zahlen und mehr Lehrer in Potsdam auszubilden.

Doch die Verantwortung liegt nicht nur beim Land, sondern auch bei Lehrern und Eltern. Die müssen dafür sorgen, dass Seiteneinsteiger nicht mit Angst im Magen in die Schule gehen. Brandenburg braucht Seiteneinsteiger. Doch wenn sie von Eltern und Lehrern vergrault werden, dann bedeutet das vor allem eines: keine Verantwortung für die Kinder zu übernehmen.

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