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Sauberkeit
Erkners Bürgermeister ruft zum Großputz auf

Immer reichlich Arbeit: Bauhofmitarbeiter Rolf Stagneth leert einen Mülleimer vor dem Rathaus. An jedem Werktag kommt mindestens eine Multicar-Ladung Müll zusammen.
Immer reichlich Arbeit: Bauhofmitarbeiter Rolf Stagneth leert einen Mülleimer vor dem Rathaus. An jedem Werktag kommt mindestens eine Multicar-Ladung Müll zusammen. © Foto: Annette Herold/MOZ
Annette Herold / 22.08.2019, 22:45 Uhr
Erkner (MOZ) Montag für Montag das selbe Bild. Wenn Rolf Stagneth oder einer seiner Kollegen mit dem Bauhof-Multicar in der Stadt unterwegs ist, weiß er schon: Am Bahnhof, am Busbahnhof, am Boots- und am Dampferanleger und im Rathauspark ist besonders viel zu tun. Dort häuft sich der Müll, sodass mehr als die an Wochentagen mittlerweile übliche Multicar-Ladung Unrat zusammenkommt. "Dann muss ich zwischendurch schon mal abladen", erzählt der Bauhof-Mitarbeiter.

Und was er da im Stadtgebiet nicht alles findet: Tüten voller Hausmüll an etwas abgelegeneren Stellen wie der Parkplatz am ehemaligen Löcknitz-Idyll, Flaschen im Rathauspark und immer wieder Verpackungsreste, die nicht in Papierkörben stecken. Davon gibt es mittlerweile mehr als 100 im Stadtgebiet, wie Bauhofleiter Detlev Schönborn berichtet, dazu kommen zwölf Hundetoiletten. "Die Vermüllung nimmt zu", stellen er und seine Mitarbeiter täglich fest. Schönborn nennt ein Beispiel: Vor fünf Jahren noch sei es ausreichend gewesen, am Bahnhof alle zwei Tage Ordnung zu machen. Inzwischen sei der Bauhof dort wie auch an den anderen Orten, die für besonders viel Unrat bekannt sind, an jedem Werktag im Einsatz.

Grünpflege bleibt teils liegen

Für Bürgermeister Henryk Pilz ist das kein Zustand, und weil er findet, dass es Zeit für eine Initiative ist, hat er die Erkneraner jetzt zum Großputz aufgerufen. Nicht zuletzt, weil der Bauhof nicht nachkommt und manche Arbeiten wie die Grünpflege wegen des Müllproblems hintenan stellen muss.

Am 28. September von 9 bis 12 Uhr ist nun Großreinemachen angesagt. Pilz spricht von einem Zeichen gegen Gleichgültigkeit und Egoismus, aber auch für eine bessere Umwelt. Dabei hebt er hervor, dass sich längst viele Erkneraner auch in Sachen Sauberkeit für ihre Stadt einsetzen. Vereine oder Hausgemeinschaften engagierten sich längst in dieser Hinsicht. Und so gab es im Rathaus bald positive Resonanz auf den Aufruf. Die Interessengemeinschaft Bahnhofsiedlung zum Beispiel will ihre eigentlich für einen anderen Tag geplante Putzaktion auf den 28. September verlegen; auch aus Karutzhöhe sei Bereitschaft zum Mitmachen signalisiert worden, berichtet der Bürgermeister. Der Bauhof beteiligt sich, und auch die Wohnungsgesellschaft Erkner (WGE) ist dabei. "Das ist eine Super-Idee. Man muss sensibilisieren und anpacken", sagt Geschäftsführerin Susanne Branding und kündigt an, dass die Hauswarte des Unternehmens helfen werden und dass die WGE auch Technik zur Verfügung stellen wird. "Wir suchen noch Mieter, die sich beteiligen wollen", sagte sie. Dazu werde es noch Aushänge in den Aufgängen geben.

Wer am 28. September mitputzt, ist anschließend ins Sportzentrum am Dämeritzsee eingeladen. Alle Teilnehmer sollen eine durch Sponsoren bereitgestellte Aufmerksamkeit erhalten, wie Pilz ankündigt. Gegen den Hunger gibt es eine Bratwurst vom Grill, vor allem aber solle Gelegenheit sein, ins Gespräch zu kommen zum Thema Sauberkeit und Umweltschutz.

Informationen: Tel. 03362 795103

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