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Football
Schnell vom Virus erfasst

Von der Leidenschaft Football gepackt: Pierre, Sarah und Sohn Elias Wirsik.
Von der Leidenschaft Football gepackt: Pierre, Sarah und Sohn Elias Wirsik. © Foto: Roland Möller
Roland Möller / 23.08.2019, 06:30 Uhr
Neuruppin Am Sonnabend präsentierten sich die Ruppin Tigers dem football-interessierten Besuchern selbst und zugleich auch ihr hergerichtetes Homefield. Ludger de Wendt, einer der Antreiber in der Tigers-Familie, wies stolz auf das top-gepflegte Spielfeld. Es ist das Ergebnis vieler freiwilliger Arbeitsstunden der Tigers und ihrer Unterstützer, nämlich Sponsoren, des SV Union Neuruppin, der Stadt sowie der Karl-Liebknecht-Schule. Das Heimdomizil der Tigers liegt etwas versteckt hinter dem Schulgelände. "Vor einem Jahr war hier eine ungepflegte Wiese", berichtet de Wendt. Nun ist das Spielfeld vor allem durch die beiden neuen Tore deutlich zu erkennen. "Wir haben viel geschafft, aber es steht noch einige Arbeit an", stellt er klar. Doch die Tigers können den Platz nun endlich fürs Training und für Spiele nutzen.

Darauf freut sich auch Pierre Wirsik, der sich seit 2018 bei den Tigers engagiert und bei den Männern im Defense-Team als Corner Back spielt. Mit dabei sind auch seine Frau Sarah als Abteilungsleiterin und Sohn Elias, der im derzeit so erfolgreichen Flag-Team spielt. Also eine echte Neuruppiner Football-Familie.

Schnell Feuer und Flamme

Football-Fan ist der gebürtige Potsdamer Pierre Wirsik schon seit fast 20 Jahren. 1998 hat er erstmals Football gesehen, die Oakland Raiders. "Die Trikots und die Farben haben mich beeindruckt. Da habe ich mich näher mit der Sportart beschäftigt", berichtet er. Allerdings gab es in Potsdam damals noch keinen Football-Verein. Doch 2005 fand er in Potsdam ein Team, die Royals, dem er sich anschloss. Er schaffte es ins Stammteam  – und war begeistert. "Es ist ein schnelles Spiel, hat strategische Aspekte, ist von Taktik, von verschiedenen Spielzügen geprägt. Man muss auf den Gegner reagieren. Kurzen Ruhephasen folgen anstrengende Sprints. Es passt einfach", fasst er seine Begeisterung in Worte. Doch ab 2009 ruhte seine Begeisterung für längere Zeit. Er zog aus beruflichen Gründen nach Neuruppin. "Da waren erst einmal andere Sachen wichtiger."  Die glorreiche Zeit des Footballs beim MSV entging ihm so. Als dann 2014 Sohn Elias beim SV Union mit dem Fußballspielen begann, nahm der Sport wieder mehr Platz in seinem Leben ein. Seit 2015 engagiert er sich mit Frau Sarah als Übungsleiter bei den Unioner Bambini.  Frau und Sohn wussten zwar von seinem Football-Interesse, das brach aber erst 2017 wieder richtig aus ihm heraus. "Meine Frau hat mich darauf hingewiesen, dass auf dem Gildenhaller Sportplatz Männer mit Football-Helmen herumlaufen", erinnert er sich. In den folgenden Monaten infizierte er die ganze Familie mit dem Football-Virus. Elias fing beim Tigers-Nachwuchs an, Anfang 2018 schloss sich Vater Pierre den Männern an.

Automatisch war auch Sarah Wirsik in der Neuruppiner Football-Familie dabei – und bald mittendrin. "Es gibt einen tollen Zusammenhalt hier. Es macht Spaß, weil sich viele engagieren. Football ist ein schöner Sport. Starke, schnelle Männer, da ist aber auch Köpfchen gefragt. Es ist einfach interessant", erklärt Sarah. Sie wurde Abteilungsleiterin bei den Tigers, machte zudem einen Schiedsrichter-Lehrgang. "Also Sarah kennt sich sehr gut aus, und Elias weiß schon mehr über die amerikanische Football-Liga als ich", muss Pierre schmunzeln. Der Familienvater ist froh, dass allen Football gefällt. "Das erleichtert viel. In den Ferien sehen wir mit anderen Fans, manchmal der halben Mannschaft, gemeinsam Footballspiele im Fernsehen an. Es sind immer tolle Abende", sagt Pierre.

Pierre Wirsik strahlt: "Es ist toll, was hier entsteht. Wenn ich sehe, wie stark unser Nachwuchs bei den Punktspielen auftritt, vielleicht gelingt uns das ja auch bei den Männern. Hier kann was entstehen."

Am 28. September steht das erste Heimspiel für die Männer-Tigers gegen die Frankfurter Red Cocks an.  "Wir spielen in einer Aufbauliga, mit neun Spielern auf dem Feld", erklärt Wirsik. Also brauchen die Tigers schon neun Offense-Spieler, neun Defense-Spieler sowie die Spezialteams. Demnach werden rund 25 Spieler benötigt. "Die muss man erst einmal zusammen bekommen."  Ziel sei es, bald in einer Elfer-Liga- zu spielen.

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