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Klimaschutz
Fridays for Future wollen vor Landtagswahl noch einmal streiken

Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit Protestplakaten mit verschiedenen politischen Aufschriften während des Friday for Future - Klimastreiks für die Umsetzung des Pariser Weltklimaabkommens.
Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit Protestplakaten mit verschiedenen politischen Aufschriften während des Friday for Future - Klimastreiks für die Umsetzung des Pariser Weltklimaabkommens. © Foto: Julian Stähle/dpa/ZB
dpa / 23.08.2019, 06:52 Uhr
Potsdam (dpa) Vor der Landtagswahl in Brandenburg macht die Bewegung Fridays for Future für die Rettung des Klimas mobil.

Am Freitag in einer Woche wollen mehrere Tausend Schüler an möglichst vielen Orten Brandenburgs streiken, wie Aktivist Filibert Heim berichtete. Beteiligen wollen sich demnach alle 15 Ortsgruppen. Eine der Gruppen organisiert drei Streiks. Starten soll der Protest drei Minuten vor zwölf. "Es ist nicht mehr fünf Minuten vor zwölf, wir sind schon zwei Minuten weiter", erklärte er.

Die Zahl Drei stehe auch symbolisch für die drei anstehenden Landtagswahlen im Osten. In Sachsen wird in diesem Jahr ebenfalls am 1. September gewählt, in Thüringen am 27. Oktober. In Sachsen sind am nächsten Freitag ebenfalls Streiks geplant.

Mit den Streiks wollen die Schüler ihre Forderungen an die neue Landesregierung unterstreichen. Am Montag hatten Vertreter der Bewegung in Potsdam unter anderem einen wissenschaftlichen Klimabeirat gefordert. Zudem solle das Land bis 2030 aus der Kohle aussteigen und bis 2035 "klimaneutral" sein, erklärten die Jugendlichen. Nach dem bisherigen Plan soll Deutschland bis 2038 aus der klimaschädlichen Stromgewinnung aus Kohle aussteigen - so hat es die Kohlekommission Ende Januar beschlossen.

Die Streiks am kommenden Freitag sind nur eine von mehreren Aktionen im Vorfeld der Landtagswahlen: In Potsdam wollen die Schüler von Montag an fünf Tage lang vor dem Landtag zelten. Von Montag bis Donnerstag ist an jedem Morgen zudem eine gemeinsame Radfahrt zur Schule geplant. Nachmittags sollen Workshops stattfinden, einige mit Wissenschaftlern. Auch am Samstagvormittag soll ein Workshop stattfinden. Zelten sollen 50 bis 100 Schüler, zu den Workshops werden 200 Teilnehmer erwartet.

Bei der Unteilbar-Demo am Samstag in Dresden, zu der mehrere Zehntausend Teilnehmer erwartet werden, wollen die Schüler einen eigenen Klimablock bilden, berichtete Heim.

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