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Buchbasar
Werner Sternberg löst Buchsammlung auf

Werner Sternberg trennt sich von seinen teils antiquarischen Büchern.
Werner Sternberg trennt sich von seinen teils antiquarischen Büchern. © Foto: B. Kraemer
Bärbel Kraemer / 23.08.2019, 08:27 Uhr
Borne Hinter dem alten Borner Feuerwehrhaus liegen bewegte Zeiten. Ursprünglich für die 1928 gegründete Freiwillige Feuerwehr des Dorfes erbaut, beherbergte das kleine Gebäude ursprünglich natürlich die Ausstattung der Wehr. 1998 noch einmal renoviert, wurde das einfache Haus nachdem sich die örtliche Feuerwehr aufgelöst hatte, zur Kunsthalle.

In dieser Folge fanden in den vergangenen Jahrzehnten diverse Ausstellungen dort statt. Unter anderem über Kaiser und Könige von Borners früherem Ortsvorsteher Werner Sternberg arrangiert und mit Malereien des in Borne ansässigen Künstlers Viktor Bisquolm.

Viele Menschen zog es in dieser Folge in das kleine Flämingdorf. Die einen kamen gezielt, der wechselnden Ausstellungen wegen; die anderen zufällig, weil der Burgenwanderweg direkt am Haus vorbeiführt und das offen stehende Tor immer zum eintreten einlädt.

Jetzt könnte der letzte Akt der Mini-Kunsthalle von Borne eingeläutet werden. Ein großer Buchbasar ist geplant. Rund 600 teilweise antiquarische Bücher sollen im Rahmen der Aktion "48-Stunden-Fläming" im September gegen eine kleine Spende zugunsten der Borner Bockwindmühle abgegeben werden. "Danach mache ich die Tore zu", sagt Werner Sternberg. Mit dem Buchbasar will er quasi seine Privatbücherei auflösen. In den alten Büchern zu stöbern, lohnt sich. Da liegen Bücher über Burgen und Schlösser neben Gartenbüchern, Schulbüchern, Fachbüchern, Romanen und Kinderbüchern, inklusive der guten alten Märchenbücher. Einige sogar mit Widmung, die an die Menschen erinnern, denen sie einst gehörten. "Ich lese sie nicht mehr. Es wird Zeit, dass sie in andere Hände kommen. Die Aktion 48-Stunden-Fläming ist genau der richtige Anlass für den Buchbasar", ist sich der 78-Jährige sicher.

Derzeit ist er damit beschäftigt, die umfangreiche Literatur zu sortieren und nach und nach im alten Borner Feuerwehrhaus aufzubauen. Damit ist viel Arbeit verbunden. Dabei kommt es immer wieder vor, dass er sich noch einmal in das eine oder andere Buch vertieft und beim Schmökern die Zeit vergisst.

Den überwiegenden Teil der Werke hatte Sternberg vor mehr als 15 Jahren aus einer Privatbücherei in Berlin übernommen. "Ich kann mich noch gut daran erinnern. Zweimal bin ich mit dem Auto nach Berlin gefahren um die Bücher zu holen. Das Auto war auf dem Rückweg jedes mal bis unter das Dach voll gestapelt", erzählt er.

Zu den Büchern plant der Ruheständler eine kleine Postkartensammlung und über die Jahre gesammelte Künstlerkarten auszulegen. Diese Sammlungen will er jedoch erst in seinem Archiv sichten, wenn die Bücher für den Basar vorbereitet sind.

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