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Mit einem Umzug, Festreden und einem reichhaltigen Buffet hat die Stadt Beeskow Freitagabend das neue Feuerwehr-Gerätehaus in Neuendorf eröffnet.

Feuerwehr
Neues Gerätehaus in Neuendorf mit Pauke und Trompeten eingeweiht

Beeskows Stadtbrandmeister Alexander Voigt begrüßte bei der Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Neuendorf die zahlreich erschienenen Gäste. Innenminister Karl-Heinz Schröter dankte den Feuerwehrleuten für ihren ehrenamtlichen Einsatz.
Beeskows Stadtbrandmeister Alexander Voigt begrüßte bei der Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Neuendorf die zahlreich erschienenen Gäste. Innenminister Karl-Heinz Schröter dankte den Feuerwehrleuten für ihren ehrenamtlichen Einsatz. © Foto: Jörn Tornow
Jörg Kühl / 23.08.2019, 20:54 Uhr - Aktualisiert 24.08.2019, 15:58
Neuendorf (MOZ) Wenige Minuten nach 18 Uhr erschien Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter mit seiner schwarzen Dienstlimousine in Neuendorf. Dann konnte es losgehen.

Angeführt von den Fahnenträgern und dem Klang der Pauke und der Blechbläser, setzte sich der Umzug in Bewegung. Dahinter die Prominenz aus Politik und Verwaltung, und dann, fast sinnbildlich, der zahlreich erschienene Feuerwehrnachwuchs. Die Neuendorfer Lösch-Biber mit ihren orangefarbenen T-Shirts boten einen putzigen Anblick. Nach dem Pulk der jugendlichen und erwachsenen Feuerwehrleute rollte ein Konvoi aus etwa einem Dutzend Feuerwehrfahrzeugen mit Sirenengeheul durchs Dorf.

Nach einer Linkskurve geriet das Objekt des Abends in den Blick: Das schmucke neue Gerätehaus. Auf dem Parkplatz davor gruppierten sich die Mitglieder der Feuerwehr, die "Offiziellen" und zahlreiche Bürger aus Neuendorf.

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Neues Gerätehaus in Neuendorf eingeweiht

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Mitten unter den Feuerwehrleuten freute sich ein Mann besonders: Helmut Lehmann, mit 82 Jahren der älteste Feuerwehrmann Neuendorfs, seit 1951 Mitglied, verfolgte die stimmungsvolle Prozedur mit sichtlichem Stolz. "Das ich das noch erleben durfte!"

Stadtbrandmeister Alexander Voigt begrüßte die Gäste. Weitere Grußworte entrichteten Minister Schröter, Bürgermeister Frank Steffen, der stellvertretende Kreisbrandmeister Karsten Schwebe, der Vorsitzende des Kreis-Feuerwehrverbands Detlef Korn, und natürlich der Ortswehrführer: "Vor knapp zehn Jahren erklärte man uns für tot, doch Totgesagte leben länger!", zeigte sich André Lehmann stolz und erleichtert.

Der Neubau der Gerätehauses in Neuendorf war notwendig geworden, weil das alte Gebäude in der Dorfmitte in jeder Hinsicht zu klein geworden war: Kein Platz zum Umziehen, keine sanitären Einrichtungen, zu wenig Platz für das größer gewordene moderne Löschauto.

Die Diskussionen über den Neubau eines Gerätehauses in Neuendorf reichen schon einige Jahre zurück. Eine 2015 wegen Bauen im Außenbereichs abgelehnte Baugenehmigung sowie ein im Jahr 2017 versagter Fördermittelantrag verzögerten das Projekt, erinnert sich der städtische Bauaufseher Jochen Nagel. Die Stadtverordneten hatten im Januar 2018 sogar beschlossen, das Haus komplett aus Eigenmitteln zu finanzieren. Doch im Juli vorigen Jahres gab es dann doch noch einen positiven Fördermittelbescheid. Das Gerätehaus wird nun aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm (KIP) kofinanziert. Die Baukosten betragen 578 000 Euro, davon werden 318 000 Euro gefördert. Mit den Bauarbeiten wurde im November vorigen Jahres begonnen, im Februar dieses Jahres fand das Richtfest statt.

Pläne reichen bis 2015 zurück

Nach dem Festreden nutzten die Besucher die Gelegenheit, das Gebäude von innen zu bestaunen. Das Haus ist großzügig dimensioniert. So ist die Fahrzeughalle 73 Quadratmeter groß. Es gibt angemessene Umkleiden für Männer und Frauen. Auch ein Raum für Schulungen wurde integriert. Ein barrierefreies WC ist von innen und außen zugänglich. Es dient bei Veranstaltungen mit Publikumsverkehr als Einrichtung für Jedermann und jede Frau.

Auch in Radinkendorf wird derzeit ein  Gerätehaus gebaut. Grund ist hier ebenfalls Platzmangel am Altstandort. Das Radinkendorfer Projekt ist ebenfalls KIP-gefördert.

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