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Seit Freitag ist die stauträchtige Straße zwischen Erkner und Neu Zittau wieder ohne Einschränkungen befahrbar. Rückstaus gab es dennoch.

Radweg-Bau
Baustelle weg, Stau bleibt

Die Baustellen-Baken sind weg: Radfahrer können jetzt den neuen Radweg zwischen Erkner und Neu Zittau nutzen, die Straße steht wieder komplett dem motorisierten Verkehr zur Verfügung.
Die Baustellen-Baken sind weg: Radfahrer können jetzt den neuen Radweg zwischen Erkner und Neu Zittau nutzen, die Straße steht wieder komplett dem motorisierten Verkehr zur Verfügung. © Foto: Annette Herold/MOZ
Annette Herold / 24.08.2019, 07:00 Uhr
Erkner (MOZ) Ohne Ampeln und über beide Spuren rollt seit Freitag zwischen Erkner und Neu Zittau wieder der Verkehr. Knapp vier Monate lang war entlang der Landesstraße 39 über vier Kilometer der Radweg erneuert worden, eine Fahrspur blieb während der Bauarbeiten den Radfahrern vorbehalten. An manchen Tagen bildeten sich lange Staus, Autofahrer berichteten, dass sie für das Stück Weg 25 Minuten brauchten.

Die Baustelle ist eine, die Roman Wagner, Chef der Fürstenwalder Straßenmeisterei, viel Kopfzerbrechen bereitet hat. Wieder und wieder war während der Bauzeit an der Baustellenampel experimentiert worden, in der Hoffnung, dass sich damit der Stau maßgeblich beeinflussen lasse. Großen Effekt habe das nicht gehabt, sagte Wagner am Freitag und verwies erneut auf die reguläre Ampel an der Neu Zittauer Kreuzung nach Wernsdorf, durch die sich maßgeblich Rückstaus gebildet hätten. Ähnliches sei in der Erkneraner Friedrichstraße mit der Ampel Ecke Seestraße der Fall. Am Freitag zeigte sich ein uneinheitliches Bild: Teils rollte der Verkehr, teils ging es für die Autos im Schritt-Tempo die Hauptstraße entlang. Am Nachmittag berichteten Autofahrer im Internet, wieder 25 Minuten von Erkner nach Neu Zittau gebraucht zu haben. Da brauche nur ein Auto auf Abbiegemöglichkeit nach Burig zu warten, schon bilde sich ein Rückstau, kommentierte eine Autofahrerin.

Was den Radweg angeht, steht nun noch die offizielle Abnahme der Bauarbeiten aus. Ein Termin mit der Firma sei noch nicht vereinbart worden, sagte Roman Wagner, für ihn ist zunächst entscheidend, dass wieder beide Spuren auf der Landesstraße für den Fahrzeugverkehr nutzbar sind.

Benjamin Schulz, Mitarbeiter der Tankstelle in der Neu Zittauer Straße hält es ähnlich. Die Auswirkungen der Bauarbeiten seien deutlich spürbar gewesen, erzählte er Freitagvormittag. Mancher Stammkunde sei vorbeigefahren, wenn die Baustellenampel gerade auf Grün geschaltet war. Vor allem morgens sei weniger zu tun gewesen als gewöhnlich. Das werde sich jetzt hoffentlich wieder ändern.

Rad statt Auto

Friedrich Gebert hat Verständnis für die Autofahrer, er ist ja selber einer, findet inzwischen aber Gefallen am Fahrradfahren. Regelmäßig hat der Schmöckwitzer in Erkner zu tun. Weil ihm die Warterei an der Baustelle zunehmend lästig wurde, sattelte der 64-Jährige aufs Fahrrad um. Mittlerweile ist er ein so überzeugter Radfahrer, dass das Auto tagelang stehenbleibt, wie er erzählt. Nicht nur nach Erkner radele er, sondern sei auch innerhalb Berlins viel mehr mit Muskelkraft unterwegs. "Das bleibt vorläufig so. "Der neue Radweg ist wirklich gut geworden", lobt er.

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