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Wahlkampf
Digitalisierung – Chance für Ländlichen Raum

Thomas Kralinski (r.) und Johannes Funke in der Funkstadt Nauen.
Thomas Kralinski (r.) und Johannes Funke in der Funkstadt Nauen. © Foto: Manuela Bohm
Manuela Bohm / 24.08.2019, 08:52 Uhr
Nauen (MOZ) Technisch gesehen an einem historischen Ort sprach Staatssekretär Thomas Kralinski mit Havelländern im Rundfunkhaus des Funkamts Nauen über die Herausforderungen der Digitalisierung. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Landtagswahlkampfes des SPD-Direktkandidaten Johannes Funke am späten Dienstagnachmittag statt.

"Es macht Spaß und Freude über moderne Entwicklungen in alten Gemäuern zu sprechen", beginnt der Staatssekretär, Bevollmächtigter des Landes beim Bund, für Medien und internationale Beziehungen. Er spricht damit auf Entwicklungen in der Digitalisierung an. Seit zwei Jahren sei das Land Brandenburg dabei eine Strategie zu erarbeiten und zu verfolgen. Vor einem halben Jahr sei diese vom Kabinett beschlossen worden, wie Kralinski die rund 20 Anwesenden informierte. "Überraschender Weise", so der Staatssekretär, stünde das Land Brandenburg gar nicht so schlecht im Ländervergleich da. "Die Strategie überzeugt mit sehr klaren Vorhaben ... sowie zur Förderung von Gründungen und der Digitalisierung von Unternehmen. Außerdem gibt es in Brandenburg vielfältige Lernangebote im Bereich Informatik für alle Altersgruppen. Damit landet Brandenburg im Vergleich auf einem sehr guten 4. Platz", heißt es in dem digitalen Länderkompass des eco Verband der Internetwirtschaft (www.eco.de).

Sechs plus einem Handlungsfelder, wie Thomas Kralinski sagt, sind in dem dynamischen Strategiekonzept eingearbeitet.  Heraushebt er die Punkte, Infrastruktur, öffentliche Verwaltungen, Bildung sowie Wandel in Arbeit und Wirtschaft.

"Es sollte ein Rechtsanspruch bestehen, per digitaler Arbeit auch von Zuhause seinem Job nachzugehen", sagt einer der Anwesenden, dessen Arbeitgeber ihm diese Möglichkeit einräumte. Kralinsiki nennt dies "ortsunabhängiges Arbeiten". Das Berlin umgebende Brandenburg sieht er dabei als eine Chance für die stetig wachsende Metropole. "Am Wissenschaftsstandort Adlershof sollen weitere Tausende Jobs entstehen. Es wird gehofft, dass nicht alle an jedem Tag dorthin fahren", erklärt der Staatssekretär. Durch Umdenken, bezüglich der Arbeitswelt und dem Ausbau der digitalen Infrastruktur könnten Mitarbeiter aus dem ländlichen Raum heraus arbeiten – zuhause oder im sogenannten Coworking –, indem Arbeitsraum von mehreren genutzt wird. Als Beispiel führt er Wittenberge zwischen Hamburg und Berlin an, wo solcher Raum derzeit zum Probewohnen und -arbeiten angeboten wird.

Die Infrastruktur und auch die Ausbildung müssen dafür einhergehend gefördert werden. 650 Millionen Euro seien vom Bund für den Ausbau von Netzen bereit gestellt. Das Land Brandenburg habe zusätzlich ein 80-Millionen-Euro-Programm zum Ausbau des Mobilfunknetze.. "Dabei geht es nicht nur um die Technik, sondern auch um ein Umdenken, einen Kulturwandel. Es sollen Schnittmengen für Verknüpfungen zwischen den Menschen gefunden werden", so Kralinsiki. Infrastruktur, das sind auch Clouds – wie die Schulclouds, die nun getestet werden. Dort liegen Daten, die die Schule zum Unterrichten verwendet und erarbeitet. In diesem Zusammenhang fordert der Staatssekretär: "Wissen, dass durch geförderte Forschung an Universitäten erlangt wird, soll öffentlich für alle zugänglich sein."

Über die Inhalte der Handlungsfelder der Digitalisierungsstrategie des Landes sind Informationen auf https://digitalesbb.de/ zu finden.

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