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zum Hurenschutzgesetz
Leider nur gut gemeint

Mathias Hausding
Mathias Hausding © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Meinung
Mathias Hausding / 24.08.2019, 10:00 Uhr - Aktualisiert 24.08.2019, 10:49
Potsdam (MOZ) Mit dem 2016 auf den Weg gebrachten Prostituiertenschutzgesetz reagierte die Bundesregierung mit einiger Verspätung auf die Freigabe der Prostitution im Jahre 2002.

Sie gilt seitdem in Deutschland nicht mehr als sittenwidrig, was der Bundesrepublik in manchen Kreisen den Ruf als "Bordell Europas" bescherte. Verständlich, dass man dagegen etwas tun wollte. Und das Gesetz ist ja auch gut gemeint. Aber Theorie und Praxis sind unterschiedliche Dinge. Wenn die Betroffenen das Gesetz nicht wollen und die Behörden nur wenig Energie aufbringen, es durchzusetzen, läuft die Maßnahme ins Leere. Dass märkische Landkreise meinen, wenn die Huren sich nicht bei ihnen beraten lassen, werden sie es bestimmt irgendwo anders tun, ist naiv. Laut aktueller Zahlen aus Berlin haben sich dort von geschätzten 8000 Prostituierten bislang lediglich 1700 registrieren lassen.

Aber vielleicht ist das Gesetz doch noch nicht ganz tot. Aus Spree-Neiße ist zu hören, dass Behörden und Sexbetriebe dort zum Schutz der Frauen mit der notwendigen Sensibilität gut zusammenarbeiten. Das Beispiel sollte Schule machen.

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Cindy Kellerbauer 24.08.2019 - 12:09:09

Herr Hausding- es reicht,legen Sie Ihre Tastatur zur Seite

Unerträglich für mich die Selbstgefälligkeit des Kollegen Hausding. In den letzten Wochen verbreitete er Verschwörungstheorien und nun beleidigt er Frauen aufs tiefste. HURENschutzgesetz. Welches geistigen Vater sind Sie? Diese herabwürdigende Bezeichnung aus dem Mittelalter und der Zeit des Faschismus ist nicht tolerierbar. Entschuldigen Sie sich bei allen Prostituierten uns schreiben Sie nie wieder über Hetze und Hass.

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