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OHC-Start gegen Liganeuling: "Es gibt einfachere Gegner"

Trainer Christian Pahl will vor dem ersten Spiel kein konkretes Saisonziel ausgeben.
Trainer Christian Pahl will vor dem ersten Spiel kein konkretes Saisonziel ausgeben. © Foto: Karsten Schirmer
Stefan Zwahr / 24.08.2019, 11:49 Uhr - Aktualisiert 24.08.2019, 13:29
Oranienburg (MOZ) Mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger TuS Vinnhorst beginnt für den Oranienburger HC am heutigen Sonnabend die Saison in der 3. Liga Nord. Los geht es in der MBS-Arena um 18.30 Uhr. Zuvor gibt es Livemusik und einige Highlights im Rahmenprogramm. Trainer Christian Pahl blickt auf die Auftaktpartie, spricht über die Vorbereitung und Ziele.

Schicken Sie die Mannschaft mit ruhigem Gewissen in das erste Punktspiel der Saison?

Christian Pahl: In die Saison schon. Ob es gegen Vinnhorst reicht, werden wir sehen. Es gibt einfachere Gegner.

Es sollte sich also niemand davon blenden lassen, dass Vinnhorst als Aufsteiger anreist?

Wer sich davon blenden lässt, ist falsch beraten. Es kommt Schwerstarbeit auf uns zu. Du brauchst eine sehr geschlossene Leistung. Viele Spieler sind von den Handballfreunden Springe gekommen, gehörten zur Spitze in der dritten Liga und haben zweite Liga gespielt.  Nun sind mit unserem David Sauß, Florian Freitag aus Burgwedel und Milan Mazic vom HSV Hannover drei Topleute gekommen. Und ich habe Informationen, dass es noch andere gute Transfers gab. Man muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass der TuS eine richtig gute Mannschaft hat. Und das werden sie zeigen. Wenn Vinnhorst eingespielt ist und die Spieler Bock haben, gehört die Mannschaft in die Top 3 der Liga. Spiele gegen solche Gegner sind am Ende für die Aufstiegsaspiranten ausschlaggebend.

Führt am letztjährigen Staffelsieger Rostock ein Weg vorbei?

Empor sehe ich wieder oben. Und Absteiger Dessau auch.

Im Februar wurde von Zweitliga-Plänen des OHC berichtet. Vorstand und Geschäftsführung betonten kürzlich, dass das lediglich Visionen wären. Befürchten Sie, dass die Fans erwarten, dass das Team um den Titel mitspielt?

Ich denke, jeder hat mitbekommen, dass die Kommunikation unglücklich war. Ich habe nicht die Befürchtung, dass die Leute erwarten, dass wir die Gegner reihenweise mit 15 Toren Unterschied aus der Halle knallen. Es wäre unfair uns allen gegenüber, wenn wir an derartig hohen Zielstellungen gemessen werden.

Was ist denn möglich?

Ich tue mich mit Platzierungen schwer. Für mich geht es nicht darum, ob wir Zweiter, Vierter oder Achter werden. Mir geht es darum, wie wir Handball spielen. Alles andere ist auch schwer vorherzusagen. Die Liga ist unglaublich eng. Es wird wieder ein breites Mittelfeld geben, wo jeder jeden schlagen kann. Wir müssen in 30 Spielen konstant abliefern und wollen kontinuierlich Punkte holen. Die ersten schon Samstag.

Sie arbeiten mit einem 17-köpfigen Kader. Ist der groß genug?

Ich sage, dass der Kader klein ist. Die Größe birgt Risiken. Die Spieler sind natürlich einfacher zufriedenzuhalten. Aber auch in der Vorbereitung sahen wir schnell, dass man in dünnes Fahrwasser kommen kann, wenn Leute ausfallen. In der Vorsaison hatten wir einen großen Kader. Dennoch gab es nur wenige Spiele, bei denen wir Akteure außer Acht lassen mussten. Und die Erfolge haben wir auch aufgrund dieser Kadergröße erzielt.

Wie sieht es zum Auftakt in personeller Hinsicht aus?

Diesmal sind alle 17 Spieler einsatzfähig. Aber Yannick Schindel kam aus einer siebenwöchigen Verletzungspause und fiel nach dem Matthäicup wieder aus.Darum muss man vorsichtig umgehen. Auch Darius Krai und Robin Manderscheid waren angeschlagen, weshalb wir auch da gut dosieren müssen.

Sind Sie mit den drei Neuzugängen zufrieden?

Sehr zufrieden, wie sie sich bewegen und geben. Aaron Krai hat gegen Rostock ein gutes Spiel gemacht und deutete sein Potenzial an. Er ist extrem jung und steht vor seiner ersten kompletten Saison im Männerbereich. Das ist eine große Umstellung. Außerdem brauchst du länger, um einen Rückraumspieler einzubauen. Damit bist du nach sieben Wochen nicht fertig. Julius Porath gibt uns außen mehr Breite. Wie auch Julius Heil wird er nicht so lange brauchen, um spielerisch alles verinnerlicht zu haben.

Seit Monatsbeginn gefiel Ihre Mannschaft durch den Sieg beim eigenen Matthäicup und bei der knappen Pokal-Niederlage in Rostock. Dazwischen gab es die klare Niederlage gegen den Zweitligisten Aue. War das nur ein Ausrutscher?

Nicht ganz. Am Tag danach haben wir uns beim Turnier in Lichtenrade auch semigut präsentiert. Aber das passiert – wenngleich ich gehofft hatte, dass wir ein anderes Gesicht zeigen. Für die Köpfe ist es gut, dass es nun wieder um Punkte geht. Die Vorbereitung ist auch mental anstrengend. Wichtig ist, dass wir wieder in den Wettkampfmodus kommen.

Mit dem Rostock-Spiel in der Vorwoche waren Sie zufrieden?

Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Ich kann damit umgehen, dass es am Ende nicht reichte. Jetzt wartet aber ein anderer Gegner mit einer anderen Spielweise. Vinnhorst wird nicht mit sieben Feldspielern gegen uns agieren. Wir müssen sehen, dass wir eine sehr gute Performance auf die Platte bekommen.

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