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Sein 25-jähriges Bestehen feiert der Jagdverband Seelow auf dem Areal des Kunstspeichers Friedersdorf - zusammen mit vielen Besuchern.

Natur- und Jägerfest
Jagdwesen hautnah

Doris Steinkraus / 26.08.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 26.08.2019, 15:58
Friedersdorf (MOZ) Hunderte pilgerten am Sonnabend zum großen Natur- und Jägerfest, zu dem der Jagdverband Seelow auf das Areal am Kunstspeicher Friedersdorf eingeladen hatte. Die Entscheidung des Vorstandes erwies sich als goldrichtig. "Wir wollten keine geschlossene Festveranstaltung durchführen, sondern vielen Bürgern zeigen, was wir eigentlich machen", erklärte Verbandsvorsitzender Max-Georg Freiherr von Korff gegenüber MOZ. "Wir haben einen Auftrag, sind anerkannter Naturschutzverband. Jäger sorgen für ein Gleichgewicht." Das werde immer wieder verkannt, "vor allem von selbst ernannten Naturschützern". Jäger würden zu oft auf das Schießen von Wild reduziert. "Das macht jedoch den geringsten Teil der ehrenamtlichen Arbeit der Jäger aus", betonte von Korff. Mehr als 250 Jäger sind im Verband organisiert.

Der Jagdverband Seelow feierte mit einem großem Volksfest auf dem Areal des Kunstspeichers Friedersdorf sein 25-jähriges Bestehen - mit Jagdhornbläsern, Modenschau, Trophäenschau, Hunde- und Falkenvorführung, Quiz und vielem mehr.
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Natur- und Jägerfest in Friedersdorf

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Mit dem Fest habe man zeigen wollen, wie vielfältig die Arbeit ist. Dazu gehöre vor allem die Hege und Pflege. Die Prävention bei einem möglichen Ausbreiten der Afrikanischen Schweinepest sei ohne Jäger ebenso nicht möglich wie Bestandsregulierung oder Bekämpfung der Vogelgrippe, so von Korff. Zeigen wolle man zudem auch, welch breite Verzahnung es gibt – mit den Imkern, den Waldbesitzern, den Bauern oder dem Gewässer- und Deichverband. Sie alle waren auf dem Fest vertreten. Landesbauernpräsident Henrik Wendorff gratulierte ebenso wie Hausherr Hans-Georg von der Marwitz. Der CDU-Bundestagsabgeordnete ist  auch Vorsitzender des Verbandes der Waldeigentümer Deutschlands ist.

Das Jubiläumsfest hatte am Vormittag mit einer Hubertusmesse in der rappelvollen Barockkirche in Friedersdorf begonnen. Strausberger Jagdhornbläser umrahmten die Messe, bei der Pfarrerin Josefine Soltau die Predigt hielt. Am Nachmittag konnten sich die Besucher dann an vielen Ständen auf dem großen Aral des Kunstspeichers zum Thema Jagd informieren, an einem Quiz teilnehmen, eine jagdliche Modenschau bewundern, sich beim Schießkino testen, Tierpräparate bestaunen und auch Wildtiere live erleben.

Uhu, Wanderfalke und Co.

Der Falkenhof Potsdam präsentierte Greifvögel und einen Uhu. Vanessa Gensicke sorgte  mit ihren Ausführungen für manchen Aha-Effekt. Karsten Stahl moderierte eine Präsentation von Jagdhunden. 124 Rassen sind in Deutschland zugelassen, erläuterte er. Sie reichen vom Teckel über Terrier bis zum Weimaraner. Mitglieder des Jagdverbandes ließen ihre Vierbeiner Runden drehen. Karsten Stahl gab Informationen zur jeweiligen Rasse. Und machte deutlich, wie viel Freizeit investiert werden muss, um die Hunde auszubilden.

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