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Sommerfest und Oldtimertreffen
Das große Feiern in Damsdorf

Erhard Herrmann / 28.08.2019, 11:59 Uhr - Aktualisiert 28.08.2019, 12:00
Damsdorf Der neu gegründete Damsdorfer Kultur- und Heimatverein hat seine Arbeit aufgenommen. Gemeinsam mit dem Ortsbeirat und den Vereinen wurde das diesjährige Sommerfest organisiert. Und wenn man den vielen positiven Meinungen vor Ort Glauben schenken darf, recht erfolgreich. Denn noch wirkt das große Jubiläumsfest aus dem vergangenen Jahr nach und genau diesen Schwung haben die Organisaoren mitgenommen. "Das alles funktionierte nur so gut, weil alle mitgeholfen haben", freute sich Kevin Bolz, einer der jüngsten Ortsvorsteher im Land Brandenburg.

Auch in Zukunft soll es deshalb gemeinsam weitergehen. Ortsspaziergänge werden organisiert, die Ortschronik vervollständigt und natürlich sollen die großen Feste wie das Volksangeln oder "DamsRock" einen kontinuierlichen Platz im Terminkalender finden. Zu feiern gibt es immer was. So wie in diesem Jahr.

Das Stellmachermuseum feierte sein zehnjähriges Bestehen, die Feuerwehr öffnete ihre Türen und zeigte ihre Einsatzbereitschaft, nebenan auf der Waldbühne rockten sieben verschiedene Bands. Welche Magie - Oldtimer wie VW-Käfer aus den 1960er-Jahren oder die fetten Ami-Schlitten der Wirtschaftswunderzeit immer noch haben, erlebten die Besucher beim Oldtimertreffen auf dem Gelände an der Feuerwache. Mercedes, Käfer, Ford, Jawa, Spatz, Schwalbe – es herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Während manche schon wieder die Heimfahrt antraten, kamen andere erst am Nachmittag, um ihre Fahrzeuge zur Schau zu stellen. Am Ende hatten weit über 100 Besitzer ihre Fahrzeuge zur Schau gestellt. Doch auch hier freuten sich die Organisatoren über den großen Teilnehmerandrang. "Die meisten schätzen die gemütliche und familiäre Atmosphäre hier bei unserem kleinen Oldtimertreffen", erklärte Mitorganisator Manfred Koßmehl von den Damsdorfer Oldtimer-Freunden.

Neben den alten Fahrzeugen und dem Festplatz war das Stellmachermuseum ein Besuchermagnet. "Der Beruf des Stellmachers entstand im frühen 19. Jahrhundert aus den beiden Berufen Rademacher und Wagner. In der Stellmacherei wurden Wagen für verschiedene Verwendungszwecke und landwirtschaftliche Holzbauten hergestellt", erklärte Renate Fuchs immer wieder bei ihren kleinen Rundgängen zu diesem alten und aussterbenden Handwerk.

Ein anderes  Handwerkzeug gewinnt dagegen wieder mehr an Popularität: die Sense. Vor dem Stellmachermuseum hatte Stefan Bauer vom Sensenverein eine Auswahl von Sensen und Sicheln aufgebaut. "Bienen und andere Insekten, aber auch viele Kräuter profitieren davon, wenn Wiesen erst nach der Blüte gemäht werden. Das hohe Gras ist mit einer scharfen Sense leicht zu mähen", beschrieb der Sensenfachmann nicht nur die Vorteile dieser Art des Mähens, sondern räumte auch mit einem Vorurteil auf. "Leider wird der Sensenmann immer als todbringend dargestellt. Dabei sorgte die Arbeit damals mit der Sense für genügend Lebensmittel oder Futter für die Tiere. Die Pestepidemien mit dem Massensterben und der Dreißigjährige Krieg, als die Bauern ihre Sense als Waffe gebrauchten, ermöglichten den Ruf als Todbringer", erklärte Stefan Bauer.

Wissenswertes, Unterhaltung und Spaß – das Sommerfest hatte damit  für jeden etwas parat.

Mehr Fotos vom Tag sind unter www.moz.de/fotos zu finden.

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