Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Dumperrennen
Geschicklichkeit und Schnelligkeit

Keine einfache Sache: Mit dem Dumper durch den Wassergraben fahren.
Keine einfache Sache: Mit dem Dumper durch den Wassergraben fahren. © Foto: A. Koska
Bärbel Kraemer / 31.08.2019, 08:00 Uhr
Trebitz Nach dem Oldtimertreffen in Cammer und dem Treckerrennen in Damelang steht am ersten Septemberwochenende wieder das traditionelle Dumperrennen in Trebitz bevor. Mittlerweile in 16. Auflage stattfindend, ist das vom Verein "Dumperfreunde Planebogen" organisierte Treffen längst zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Region geworden.

Die Vorbereitungen laufen aktuell auf Hochtouren - insbesondere was die Geschicklichkeitsprüfungen für den Wettbewerbsparcour unweit der Trebitzer Zickenwiese betrifft. "Sie werden immer wieder verändert", sagt Vereinsmitglied Kai Fröhlich und verrät, dass teilnehmende Dumperpiloten in diesem Jahr unter anderem auf einer Fahrzeugwippe ihr Können unter Beweis stellen müssen. "Die Fahrzeugwippe ist neu, ich bin gespannt", so der Gömnigker. Mehr will er über die Geschicklichkeitswettbewerbe nicht verraten, um die Spannung noch einige Zeit aufrechtzuerhalten.

Wer schon in den vergangenen Jahren dabei war - ob als Dumperpilot oder als Zuschauer - weiß, dass den Wettbewerbsteilnehmern sowohl bei den Geschicklichkeitsfahrten als auch bei den Ausscheidungsrennen ordentlich etwas abverlangt wird.

"Die Fahrerinnen und Fahrer müssen bei den Geschicklichkeitsfahrten zeigen, dass sie ihren Dumper beherrschen", so Fröhlich weiter. Denn genau das ist nicht ganz einfach. Dumper, die die offizielle Bezeichnung "Muldenkipper" tragen - im Volksmund werden sie jedoch liebevoll "Dreikantfeile" genannt - haben nur drei Räder. Das Rad an der Hinterachse kann sich zudem um sich selbst drehen. Die aus DDR Produktion stammenden Muldenkipper wurden aufgrund der daraus resultierenden Wendigkeit früher als Baustellenfahrzeuge eingesetzt.

In den vergangenen Jahren haben die Wettbewerbsteilnehmer immer wieder bewiesen, dass die mittlerweile betagten Fahrzeuge nichts von ihrer Wendigkeit eingebüßt haben. Sie wurden durch Wassergräben gesteuert, fuhren Slalom auf einer holprigen Wiese und vieles mehr. Allein die Stoppuhr wurde dabei Jahr für Jahr zu einem unerbittlichen Gegner.

Für die Dumperpiloten selbst - Frauen, Männer und sogar Kinder gehen an den Start - steht vielmehr der Spaß im Vordergrund. Wer aufs Treppchen fährt, erlebt zu guter Letzt sogar noch eine Dumpertaufe. "Mit Planewasser natürlich", so Fröhlich weiter.

Fahrzeuge aus ganz Ostdeutschland sind mittlerweile für das Trebitzer Dumperrennen am 7. und 8. September angemeldet. An beiden Tagen starten die Wettkämpfe um 13.00 Uhr mit einem Umzug aller Teilnehmer von Gömnigk über die Eisenbahnstraße zum Parcours nach Trebitz. Um 14.00 Uhr beginnen dort die Geschicklichkeitsfahrten und Ausscheidungsrennen, welche von einem bunten Showprogramm umrahmt werden. Zwischen den einzelnen Prüfungen gibt es auch in diesem Jahr wieder Gelegenheit zum Mitfahren und selbst fahren. Am Sonntag schließen sich die Pokalläufe mit der Siegerehrung an.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG