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Fußball
Niederlage trotz Traumtor

Wo ist der Ball? Unions Morten Jechow (links) und Jerome Malanowski haben das Spielgerät kurz aus den Augen verloren.
Wo ist der Ball? Unions Morten Jechow (links) und Jerome Malanowski haben das Spielgerät kurz aus den Augen verloren. © Foto: Britta Gallrein
Britta Gallrein / 31.08.2019, 19:03 Uhr
Klosterfelde Klosterfelde. Von einem "verdienten Sieg" sprach Enis Djerlek, Trainer des Oranienburger FC. Eine "vermeidbare Niederlage" hatte dagegen Union Klosterfeldes Coach Gerd Pröger gesehen. Sein Team verlor am 3. Spieltag der Brandenburgliga mit 1:3 gegen die Gäste aus Oberhavel.

Wer bei Temperaturen von über 30 Grad einen lauen Sommerkick erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Es entwickelte sich eine temporeiche Partie, die allerdings die Oranienburger Gäste immer mehr in die eigenen Hände nahmen. Die Oberhaveler überzeugten durch ihr stetiges, geduldiges und absolut diszipliniertes Spiel, das sie mit Ruhe und Übersicht aufzogen. Doch dann ein Spielzug der Klosterfelder wie aus dem Lehrbuch. Schön kombinierten sich die Gastgeber aus dem eigenen Sechszehner, über links ging Tobias Marz, legte quer auf Lukas Bianchini, der zur 1:0-Führung traf (13.). "Ein Traumtor", musste auch Enis Djerlek nach dem Spiel anerkennen.

Doch dann fing sich Union strategisch ungünstig vor der Pause noch den Gegentreffer. Sanel Begzadic sah Sebastian Knaack, der mutterseelenallein auf der linken Seite durchlaufen konnte und Frederic Schütze bediente, der den Ball an Unions-Ersatzkeeper Jeremy Hentsch vorbei schob zum 1:1- Ausgleich (42.)

In Hälfte zwei blieb Oranienburg über weite Strecken das spielbestimmende Team, die besseren Chancen hatten jedoch die Klosterfelder. Tobias Marz bediente Lukas Bianchini, der von seinen zwei Bewachern mehr defiliert als behindert wurde, frei zum Schuss kam, das Spielgerät jedoch über die Latte zog. Kurz konnten die Oranienburger erst auf der Linie klären – wieder war es Lukas Bianchini nach schönem Doppelpass mit Felix Klaka, der knapp scheiterte.

Der zur Halbzeit eingewechselte Felix Klaka musste nach dieser Szene allerdings mit gelb-rot vom Platz. Schon gelb verwarnt, hatte er im Strafraum einen Foul-Elfmeter gefordert, Schiedsrichter Sven Frericks schickte ihn wegen Lamentierens frühzeitig zum Duschen.

Kurios das Tor zur Oranienburger Führung. Als der Ball in Oranienburgs Hälfte ins Aus ging, forderten die Unioner den Einwurf für sich, alles orientierte sich nach vorn. Der Linienrichter zeigte jedoch in die andere Richtung. Während die Gastgeber noch beim Schiedsrichter protestierten, führten die cleveren Gäste den Einwurf schnell aus. Alexander Schütze schnappte sich den Ball, lief allein durch den verwaisten Unioner Strafraum und ließ Jeremy Hentsch keine Chance – es stand 1:2 (69.).

Es wurde hitzig auf dem Platz, die Gastgeber haderten mit den Schiedsrichterentscheidungen, Oranienburg dagegen spielte diszipliniert weiter, kam durch Alexander Schütze sogar noch zum 1:3.

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