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20 internationale Künstler präsentieren in Friedersdorf mit "Die Macht der Bilder" ihre Ergebnisse eines zweiwöchigen Pleinairs.

Eröffnung
Ausstellung: Kunst-Ernte im Speicher

Ingo Mikat / 03.09.2019, 10:00 Uhr - Aktualisiert 04.09.2019, 06:38
Friedersdorf (Freier Autor) Das dritte Jahr in Folge präsentieren Künstler im Kunstspeicher Friedersdorf derzeit Ergebnisse eines in der Europäischen Naturerlebnisstätte Oderberge-Lebus organisierten grenzüberschreitenden Kunstpleinairs.

20 Künstler aus Deutschland, Polen, Österreich und Serbien zeigen unter dem Motto: "Die Macht der Bilder" Werke, die zum überwiegenden Teil in den vergangenen zwei Wochen entstanden. Regina Kursawe, die Vorsitzende des Freundeskreises Friedersdorf, freute sich bei der Vernissage, dass die jährliche Schau – ein großer Publikumsmagnet – erneut in den Ausstellungsräumen ihres Vereins stattfindet. Zdzislaw Garczarek, Direktor des Kulturzentrums in Kostrzyn/Küstrin, und Jens Lawrenz von der Lebuser Naturerlebnisstätte dankten den Sponsoren des Workshops von beiden Seiten der Grenze. Zu ihnen gehören unter anderem die Stiftung der Sparkasse MOL, Die Linke, die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, die polnische Sonderwirtschaftszone Kostrzyn und das polnische Unternehmen "Arctic Paper". Anschließend stellten die zwei Kuratoren der Ausstellung - Zdzislaw Garczarek und Malerin Magdalena Hoffmann - kurz alle an der Schau beteiligten Künstler vor. Die musikalische Umrahmung der Vernissage gestaltete das "SpreeTONorchester" mit Sänger Hans Anders.

Das Publikum erkundete neugierig die einzelnen Ausstellungsbereiche, in denen jeder der beteiligten Künstler mehrere seiner Werke zeigt. Neben Aquarellen, Drucken und Ölbildern befinden sich auch einige Metallplastiken von Jens Lawrenz in der Präsentation. Die Themen der gezeigten Bilder reichen von Landschaftsmalereien, zum Beispiel von Katarina Djordjevic ein Zyklus von vier Werken zur Stille, über die Beschäftigung mit philosophischen Fragen wie von Kalina Bielecka-Kubiak: "Der Prophet hinter dem Zaun" und  Magdalena Hoffmann in "Wohin?" und zwei Bildern: "Die fixierte Zeit" bis zu historischen Reflexionen wie im Werk "Jeanne d’Arc" von Hans Georg Gnauk.

Vielfalt der Handschriften

Hinzu kommen menschliche Beziehungen wie in Malgorzata Stepniaks "Der Spaziergang". Interessant sind auch die Vielfalt persönlicher künstlerischer "Handschriften", individueller Malstile und Techniken. Begeistert nahm das Publikum zudem den liebevollen Blick der Künstler auf die bewahrenswerte Oderlandschaft zum Beispiel von Anna Zawadzka-Dziuda "Farben des Flusses" , Georg Brandner "Lebus II", Isabela Rudzka "Harmonie Seeblick" sowie das Werk von Leszek Jampolski "Die Wiese" und "Magdalena Deput" "Mit Meerblick 1" auf. Die Macht der gezeigten Bilder – ihre intuitive Wirkung, anders als Schrift und Sprache – entfaltet sich im Zusammenhang mit Erfahrungen und Erinnerungen zu starkem subjektiven Empfinden und vielfältigen Emotionen.

Zum Besuch der in Qualität, Vielfalt und durch die große Zahl an beteiligten internationalen Künstlern einzigartigen, noch bis zum 27. Dezember gezeigten  Ausstellung, sollte man sich einfach einmal richtig viel Zeit gönnen. Es lohnt sich!

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